Dow Jones, S&P 500, Nasdaq
Wall Street kämpft mit Verlusten

Solange weiterhin Unklarheit herrscht über den Erfolg einer trump'schen Steuerreform, wird auch die Wall Street keinen klaren Trend finden. Zudem setzten sinkende Ölpreise die US-Börsen unter Druck.
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New YorkSinkende Ölpreise haben am Dienstag die US-Börsen unter Druck gesetzt. Neben Energieaktien zählten ferner die Papiere des vor einem Konzernumbau stehenden Siemens-Rivalen General Electric (GE) zu den Verlierern.

Marktbeobachtern zufolge sorgen sich Anleger, dass die Notenbank (Fed) die Zinsen zu stark anziehen und damit das Wirtschaftswachstum abwürgen könnte. Außerdem warten die Investoren auf eine Einigung in den Kongress-Verhandlungen über die Steuerreformpläne von Präsident Donald Trump.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 23.409 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 2578 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,3 Prozent auf 6737 Punkte. In Frankfurt ging der Dax ebenfalls 0,3 Prozent tiefer mit 13.033 Punkten aus dem Handel.

Die Papiere der Baumarktkette Home Depot, die nach Hurrikanen und anderen Naturkatastrophen im dritten Quartal von der Bauaktivität in den USA profitiert hatte und daraufhin ihre Prognosen anhob, pendelten sich am Ende mit 1,64 Prozent im Plus ein und nahmen so die Spitze im Dow ein. Die Euphorie wurde nur zeitweise davon gebremst, dass sich Kosten aufgrund der Wirbelstürme auch negativ beim operativen Gewinn bemerkbar gemacht hatten.

Ansonsten blieben auf Unternehmensseite die selben Themen kursbewegend wie schon am Vortag. Aktien des kriselnden Industriekonzerns General Electric setzten ihren freien Fall ungebremst fort und fielen am Dow-Ende nochmals um fast 6 Prozent. Sie erreichten unterhalb von 18 Dollar ihren tiefsten Stand seit sechs Jahren. In den Augen von Marktbeobachtern hat die auf dem Investorentag angekündigte Schrumpfkur die Sorgen um die Zukunft nicht gemildert. Die Veranstaltung habe ihm ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit gegeben, schrieb etwa JPMorgan-Analyst Stephen Tusa.

Papiere des Spielzeugherstellers Mattel dagegen knüpften an ihren mehr als 20-prozentigen Kurssprung vom Montag mit einem nochmaligen Satz nach oben um 5 Prozent an. Sie profitierten dabei weiter von schwelenden Übernahmegerüchten - ausgelöst durch einen Medienbericht vom Wochenende, wonach Hasbro an einem Kauf des Konkurrenten interessiert sein soll. Nachdem dessen Aktien am Vortag mit angezogen hatten, ging es für sie aber nun um 0,88 Prozent bergab.

Trotz eigentlich guter Nachrichten ging es bei den Aktien von Loxo Oncology trübe zu. Obwohl das Pharmaunternehmen im Geschäft mit bestimmten Krebsmitteln eine Kooperation mit dem Dax-Konzern Bayer eingehen will, fielen die Aktien um 4 Prozent. Börsianer begründeten dies damit, dass eine zuvor von Anlegern erhoffte Übernahme durch die Zusammenarbeit weiter in die Ferne rücke. Immerhin konnten die Titel ihre lange Zeit noch deutlicheren Abgaben aber letztlich reduzieren.

Im Sog der fallenden Ölpreise gaben Exxon 0,8 Prozent nach. Conoco Phillips sackten 2,5 Prozent ab. Übernahmespekulationen halfen Buffalo Wild Wings auf die Sprünge. Der Kurs schoss fast 24 Prozent nach oben. Dem „Wall Street Journal“ zufolge bietet der Finanzinvestor Roark 2,3 Milliarden Dollar für die Restaurantkette.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 840 Millionen Aktien den Besitzer. 1187 Werte legten zu, 1740 gaben nach und 129 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,96 Milliarden Aktien 1313 im Plus, 1618 im Minus und 202 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 6/32 auf 98-28/32. Die Rendite sank auf 2,3771 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 22/32 auf 98-10/32 und rentierte mit 2,8339 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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