Dow Jones, S&P 500, Nasdaq

Wall Street von Fed-Entscheid unbeeindruckt

Nach der Zinserhöhung durch die US-Notenbank haben die New Yorker Börsen am Mittwoch kaum verändert geschlossen. An der Nasdaq trieb Western Digital die Kurse. Der Konzern legte seinen Streit mit Toshiba bei.
Update: 13.12.2017 - 22:20 Uhr Kommentieren

Alle Augen ruhen auf der Fed

Alle Augen ruhen auf der Fed

New YorkDie New Yorker Börsen haben mit Zurückhaltung auf die Leitzinserhöhung der US-Notenbank reagiert. Zwar sei die Anhebung um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent wie erwartet ausgefallen, sagte Investmentstrategin Kate Warne vom Broker Edward Jones. Aber der Ausblick sei etwas vorsichtiger gewesen, so dass im nächsten Jahr auch weniger Zinsschritte anstehen könnten als zuletzt gedacht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 24.585 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf hatte er den zweiten Tag in Folge ein Rekordhoch markiert. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2662 Zählern auf der Stelle. Hier gerieten vor allem Bankaktien unter Druck, weil sich einige Anleger einen forscheren Ton der Federal Reserve erhofft hätten, sagten Börsianer. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,2 Prozent auf 6875 Punkte zu.

Gestützt wurden die Kurse auch durch wichtige Fortschritte bei den von US-Präsident Donald Trump geplanten Steuersenkungen. Im Kongress erzielten Trumps Republikaner darüber eine Einigung, wie die Steuer-Gesetzentwürfe des Senats und des Repräsentantenhauses in Einklang gebracht werden können. Damit könnte der Weg für eine Abstimmung in den beiden Kongresskammern in der kommenden Woche frei sein. Trumps Partei steht nach der verlorenen Nachwahl in Alabama unter Zeitdruck: Vermutlich ab Januar schrumpft ihre Mehrheit im Senat auf einen Sitz. Die Steuerreform wäre Trumps erster großer legislativer Erfolg seit seinem Amtsantritt im Januar.

Zinsentscheid lässt Börsianer unbeeindruckt

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Die Fortschritte bei den Steuerplänen kamen vor allem Industriewerten zugute, die als Profiteure von Trumps Reform gelten. Die Aktien des Baumaschinen-Herstellers Caterpillar gewannen 3,6 Prozent. Die Papiere des Flugzeugbauers Boeing stiegen um 0,7 Prozent.

Bei den Einzelwerten standen aber auch die Titel von Finisar im Blickpunkt mit einem Plus von mehr als 22 Prozent. Apple steckt 390 Millionen Dollar in den Anbieter sogenannter VCSEL-Oberflächenemitter, die unter anderem für die Gesichtserkennung des iPhone X verwendet werden. Als Reaktion auf diese Nachricht fielen die Aktien des Finisar-Rivalen Lumentum um rund drei Prozent ab.

An der New York Stock Exchange wechselten etwa 880 Millionen Aktien den Besitzer. 1635 Werte legten zu, 1286 gaben nach und 164 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,9 Milliarden Aktien 1810 im Plus, 1121 im Minus und 214 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 99-036/32. Sie rentierten mit 2,350 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 31/32 auf 00-122/32 und hatten eine Rendite von 2,731 Prozent.

  • rtr
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