Dow Jones, S&P 500, Nasdaq
Wall Street vor „Thanksgiving“ wenig verändert

Vor dem Thanksgiving-Feiertag üben sich die New Yorker Anleger in Zurückhaltung. Alle Aufmerksamkeit richtet sich auf die Geldpolitik der US-Notenbank. Der Landmaschinenbauer John Deere legt kräftig zu.
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New YorkAm letzten vollen Handelstag vor der Thanksgiving-Pause hat die Wall Street eine Verschnaufpause eingelegt. Viele Anleger hielten sich am Mittwoch zurück, da die Börse am Donnerstag wegen des Feiertages geschlossen und am Freitag nur halbtags geöffnet ist. Außerdem machten Händler leichte Gewinnmitnahmen aus. Am Dienstag hatten alle drei Indizes neue Bestmarken aufgestellt. Insgesamt sei die Stimmung aber weiter gut, Gewinnmitnahmen hätten noch niemandem geschadet - zumal vor einem verlängerten Wochenende, sagte ein Händler.

Wenig beeindruckt zeigten sich die Anleger von den Zinsprotokollen der US-Notenbank. Viele Währungshüter der Fed halten eine baldige weitere Anhebung der Leitzinsen für gerechtfertigt. Teilnehmer der jüngsten Zinssitzung der Fed erwarten in der nächsten Zeit ein solides Wachstum bei den Konsumausgaben unterstützt durch einen anhaltend starken Arbeitsmarkt. Deshalb waren laut Mitschrift viele Teilnehmer der Zinssitzung der Ansicht, dass eine weitere Erhöhung des Schlüsselsatzes wahrscheinlich in der nächsten Zeit angebracht sei.

Der Dow Jones schloss 0,3 Prozent tiefer auf 23.526 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 2597 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich dagegen um 0,1 Prozent auf 6867 Punkte.

Bei den Einzelwerten zählten die Papiere von Hewlett Packard Enterprise (HPE) mit einem Abschlag von mehr als sieben Prozent zu den größten Verlierern. Am Dienstagabend hatte Chefin Meg Whitman ihren Abschied bei dem Computerserver-Anbieter angekündigt. Unter ihrer sechsjährigen Ägide spaltete sich der Traditionskonzern Hewlett Packard auf. Neben HPE gibt es nun den Computer- und Druckeranbieter HP. Anleger nahmen den Chefwechsel zum Anlass, Kasse zu machen, denn seit der Aufspaltung haben HPE fast 47 Prozent an Wert gewonnen.

Die Anteilsscheine von John Deere sprangen über vier Prozent in die Höhe. Der Anbieter von Baumaschinen steigerte seinen Quartalsgewinn überraschend stark um 79 Prozent. Für 2018 stellte er ein Umsatzplus von 19 Prozent in Aussicht, etwa ein Viertel mehr als von Analysten erwartet. Deere hatte im Sommer den deutschen Straßenbaumaschinen-Spezialisten Wirtgen für 4,6 Milliarden Euro übernommen.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen auch die Aktien von Axalta. Der US-Farbenproduzent und der niederländische Konkurrent Akzo Nobel hatten zuvor ihre Pläne für eine Fusion aufgegeben. Anleger reagierten erleichtert auf die Nachricht. Axalta-Scheine kletterten 4,8 Prozent. Akzo Nobel legten in Amsterdam 1,3 Prozent zu.

Salesforce-Papiere ließen 1,8 Prozent Federn. Der SAP-Konkurrent war zwar im abgelaufenen Quartal trotz hoher Marketingausgaben in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Allerdings verfehlte das Unternehmen die Analysten-Erwartungen.

Die Aufwertung des Euro bremste den Aktienmarkt in Frankfurt aus. Der Dax schloss nach anfänglichen Kursgewinnen 1,2 Prozent tiefer bei 13.015 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor 0,4 Prozent auf 3563 Zähler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 1632 Werte legten zu, 1253 gaben nach und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,57 Milliarden Aktien 1522 im Plus, 1392 im Minus und 235 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten nach den Fed-Protokollen bei dünnen Umsätzen zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 10/32 auf 99-11/32. Die Rendite sank auf 2,326 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 10/32 auf 100-3/32 und rentierte mit 2,746 Prozent. .

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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