Dow Jones, S&P, Nasdaq
Dow Jones tänzelt um die Nulllinie

An der Wall Street sorgte der Zinsentscheid der Fed nur für wenig Kauflaune. Dow, S&P und Nasdaq gaben leicht nach. Berichte über Verbindungs- und Batterieprobleme bei der neuen Apple-Watch verdarben die Stimmung.
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New YorkDie Aussicht auf nahende Zinserhöhungen in Amerika hat den Risikoappetit der US-Anleger am Donnerstag gezügelt. Die US-Notenbank (Fed) will ihre mit Wertpapierkäufen auf 4,5 Billionen Dollar aufgeblähte Bilanz angesichts der brummenden Wirtschaft ab Oktober eindampfen. Händler stellten sich einen Tag nach der Notenbanksitzung auf eine geldpolitische Straffung im Dezember ein: Die Wahrscheinlichkeit wurde auf 70 Prozent taxiert.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 22.359 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,3 Prozent auf 2500 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,5 Prozent auf 6422 Punkte.

Bei den Einzelwerten ging es mit der Apple-Aktie 1,7 Prozent bergab. Hintergrund waren Spekulationen über schleppende Vorbestellungen für das neue iPhone 8. Zudem verdarben Berichte über Verbindungs- und Batterieprobleme bei der neuen Generation der Apple-Watch die Stimmung.

Die Anteilsscheine von Advanced Micro Devices kletterten hingegen um 2,4 Prozent. Medienberichten zufolge brütet der Chiphersteller mit dem Autobauer Tesla über der Entwicklung eines Prozessors für selbstfahrende Autos.

Ein Aktienrückkauf half dem Ölproduzenten Anadarko Petroleum nach oben. Die Titel legten 8,2 Prozent zu. Eine milliardenschwere Übernahmeofferte aus Japan schickte die Titel des Chemieunternehmens Calgon Carbon auf Höhenflug. Sie stiegen um mehr als 62 Prozent.

Zinsspekulationen machten dagegen Europas Aktienanleger wieder munter. Der Dax legte 0,3 Prozent auf 12.600 Punkte zu, der EuroStoxx50 rückte 0,4 Prozent auf 3539 Zähler vor. Der Startschuss der Fed zum Abbau ihrer billionenschweren Wertpapierbestände sorgte bei Finanzwerten für steigende Kurse. Fed-Chefin Janet Yellen hatte eine weitere Zinserhöhung vor dem Jahresende signalisiert. "Yellen bezeichnete die tiefe Inflation in diesem Jahr als Rätsel und liefert damit fast schon eine Blaupause für Mario Draghi, es ihr gleich zu tun", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Auch von der EZB könnten wir ähnliche Töne hören, wenn sie im nächsten Monat ihr Anleihekaufprogramm drosselt."

An der New York Stock Exchange wechselten rund 730 Millionen Aktien den Besitzer. 1219 Werte legten zu, 1646 gaben nach und 173 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden Aktien 1273 im Plus, 1584 im Minus und 235 unverändert.

Die US-Kreditmärkte zeigten sich wegen der Zinssignale der US-Notenbank uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 1/32 auf 99-23/32. Die Rendite stieg auf 2,2818 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 8/32 auf 98-25/32 und rentierte mit 2,8105 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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