Dow Jones, S&P, Nasdaq Dow Jones tänzelt um die Nulllinie

An der Wall Street sorgte der Zinsentscheid der Fed nur für wenig Kauflaune. Dow, S&P und Nasdaq gaben leicht nach. Berichte über Verbindungs- und Batterieprobleme bei der neuen Apple-Watch verdarben die Stimmung.
Update: 21.09.2017 - 22:27 Uhr Kommentieren
Am Mittwochabend verkündete die US-Notenbank, dass sie den Leitzins nicht anheben würde. Eine Trendwende in der Geldpolitik ist dennoch absehbar – und sorgte an der New Yorker Börse für Gesprächsstoff. Quelle: AP
Wall Street

Am Mittwochabend verkündete die US-Notenbank, dass sie den Leitzins nicht anheben würde. Eine Trendwende in der Geldpolitik ist dennoch absehbar – und sorgte an der New Yorker Börse für Gesprächsstoff.

(Foto: AP)

New YorkDie Aussicht auf nahende Zinserhöhungen in Amerika hat den Risikoappetit der US-Anleger am Donnerstag gezügelt. Die US-Notenbank (Fed) will ihre mit Wertpapierkäufen auf 4,5 Billionen Dollar aufgeblähte Bilanz angesichts der brummenden Wirtschaft ab Oktober eindampfen. Händler stellten sich einen Tag nach der Notenbanksitzung auf eine geldpolitische Straffung im Dezember ein: Die Wahrscheinlichkeit wurde auf 70 Prozent taxiert.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 22.359 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,3 Prozent auf 2500 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,5 Prozent auf 6422 Punkte.

Wenig Bewegung an den US-Börsen

Wenig Bewegung an den US-Börsen

Bei den Einzelwerten ging es mit der Apple-Aktie 1,7 Prozent bergab. Hintergrund waren Spekulationen über schleppende Vorbestellungen für das neue iPhone 8. Zudem verdarben Berichte über Verbindungs- und Batterieprobleme bei der neuen Generation der Apple-Watch die Stimmung.

Die Anteilsscheine von Advanced Micro Devices kletterten hingegen um 2,4 Prozent. Medienberichten zufolge brütet der Chiphersteller mit dem Autobauer Tesla über der Entwicklung eines Prozessors für selbstfahrende Autos.

Ein Aktienrückkauf half dem Ölproduzenten Anadarko Petroleum nach oben. Die Titel legten 8,2 Prozent zu. Eine milliardenschwere Übernahmeofferte aus Japan schickte die Titel des Chemieunternehmens Calgon Carbon auf Höhenflug. Sie stiegen um mehr als 62 Prozent.

Zinsspekulationen machten dagegen Europas Aktienanleger wieder munter. Der Dax legte 0,3 Prozent auf 12.600 Punkte zu, der EuroStoxx50 rückte 0,4 Prozent auf 3539 Zähler vor. Der Startschuss der Fed zum Abbau ihrer billionenschweren Wertpapierbestände sorgte bei Finanzwerten für steigende Kurse. Fed-Chefin Janet Yellen hatte eine weitere Zinserhöhung vor dem Jahresende signalisiert. "Yellen bezeichnete die tiefe Inflation in diesem Jahr als Rätsel und liefert damit fast schon eine Blaupause für Mario Draghi, es ihr gleich zu tun", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Auch von der EZB könnten wir ähnliche Töne hören, wenn sie im nächsten Monat ihr Anleihekaufprogramm drosselt."

Wer an der Wall Street das meiste Geld für Lobbyarbeit ausgibt
Platz 10: Securities Industry Financial Market Association
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SIFMA gibt rund 16 Millionen Dollar für Lobbyarbeit aus. Jamie Dimon ist der Vorsitzende des US-amerikanischen Wirtschaftsverbands, der seit 2006 die Interessen von Banken, Finanzdienstleistern und Vermögensverwaltungen vertritt.

Quelle: AFR-Studie

Platz 9: Prudential Financial
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Mit etwa 19 Millionen Dollar befindet sich das amerikanische Versicherungsunternehmen auf dem neuten Platz. Prudential wurde 1875 in Amerika gegründet und derzeitig von John R. Strangfeld geführt.

Platz 8: Pritzker Group
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Die Pritzker Familie zählt zu den reichsten Amerikanern und ist Inhaber der Hotelkette Hyatt. Die Pritzker Group steckte in den vergangenen zwei Jahren rund 23 Millionen Dollar in Lobbyarbeit.

Platz 7: Soros Fund Management
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Das amerikanische Investmentunternehmen wurde 1969 von George Soros (Foto) gegründet und seitdem geführt. Mit etwa 24 Millionen Dollar für Lobbyarbeit befindet sich die Soros Group auf dem siebten Platz.

Platz 6: Bloomberg LP
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Das 1981 von Michael Bloomberg (Foto) gegründete Informationsdienstleistungs-, Nachrichten-, und Medienunternehmen hat seinen Hauptsitz in New York. Der Konzern gab in den vergangenen zwei Jahren rund 25,5 Millionen Dollar für Lobbyarbeit aus.

Platz 5: American Bankers Association
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Der Bankenfachverband wurde 1875 gegründet und wird zur Zeit von Robert S. Nichols geführt. Mit 25,7 Millionen Dollar für Lobbyarbeit liegt der Verband nur knapp vor Bloomberg.

Platz 4: Elliott Management
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Paul Singer ist der CEO des New Yorker Investmentunternehmens, das in den vergangenen zwei Jahren rund 28 Millionen Dollar in Lobbyarbeit gesteckt hat.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 730 Millionen Aktien den Besitzer. 1219 Werte legten zu, 1646 gaben nach und 173 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden Aktien 1273 im Plus, 1584 im Minus und 235 unverändert.

Die US-Kreditmärkte zeigten sich wegen der Zinssignale der US-Notenbank uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 1/32 auf 99-23/32. Die Rendite stieg auf 2,2818 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 8/32 auf 98-25/32 und rentierte mit 2,8105 Prozent.

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