Dow Jones unter 11 000 Punkten
Ölpreis und Nahost-Krisenstimmung ziehen US-Börsen ins Minus

Der Anstieg des Ölpreises und die Eskalation im Nahen Osten haben den US-Börsen am Donnerstag ein Minus beschert. Auf Unternehmensseite sorgte Wal Mart für gedämpfte Stimmung. Die Papiere des Einzelhändlers gaben nach einer Abstufung deutlich nach und zogen andere Werte mit nach unten.

HB NEW YORK. Auch der Aktienkurs des US-Konzerns Warner Music brach deutlich ein. Ein EU-Gericht hatte zuvor die Fusion der Musiksparten von Bertelsmann und Sony untersagt - was sich auf Geschäftspläne von Warner negativ auswirken könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel 1,52 Prozent auf 10.846 Punkte. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen 10.832 und 11.012 Punkten. Der S&P 500 rutschte 1,3 Prozent auf 1242 Zähler ab. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq schloss mit einem Minus von 1,73 Prozent auf 2054 Zähler.

Die verschärfte Gewalt in Nahost, die sich am Donnerstag zu den heftigsten Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Libanon seit einem Jahrzehnt ausweiteten, belastete zunächst vor allem den Ölpreis. Er stieg auf über 76 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter). Israel hat am Donnerstag mit Angriffen auf die libanesische Hauptstadt Beirut auf die Entführung israelischer Soldaten durch die libanesische Hisbollah-Miliz reagiert. Weltweit verstärkten sich Sorgen, der Nahe Osten stehe vor einem neuen Krieg.

Als das israelische Militär am Abend berichtete, eine Rakete der Hisbollah sei in der israelischen Großstadt Haifa eingeschlagen, zeigten sich die Anleger besorgt. „Wir waren gerade dabei, den Trend ins Plus zu schaffen und ein paar der Verluste wett zu machen, als die Nachrichten zu Haifa eintrafen“, sagte Analyst Tom Schrader von Stifel Nicolaus Capital Markets. „Hinter der negativen Richtung von heute stehen vor allem die geopolitischen Nachrichten aus Nahost. Wenn die Märkte eins hassen, dann ist das Unsicherheit, und genau das wird gerade geschaffen.“

Einzelne Unternehmen trugen wenig zur Aufhellung bei: Die Aktie von Wal Mart gab um knapp 2,2 Prozent nach, und zwar ebenfalls in indirektem Zusammenhang mit dem Ölpreis. Die Analysten von Merrill Lynch hatten das Papier auf „Neutral“ von „Kaufen“ gesenkt. Analystin Virginia Genereux verwies auf die hohen Energiepreise, mit denen sich die Kunden des Einzelhändlers auseinander setzen müssten.

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