Dow verliert - Laufende Berichtssaison ist Unsicherheitsfaktor
US-Techwerte legen deutlich zu

Nach vier Handelstagen mit Verlusten haben US-Technologiewerte am Montag deutliche Kursgewinne verbucht. Die Standardwerte gaben dagegen leicht nach, was Analysten mit Zurückhaltung der Investoren vor der Veröffentlichung einer Reihe von Quartalszahlen begründeten.

HB NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones ging 0,1 Prozent leichter bei 10.437 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-Index notierte 0,1 Prozent fester bei 1135 Zählern. Deutliche Kursgewinne verbuchte dagegen der technologielastige Nasdaq-Index, der 1,2 Prozent auf 2020 Punkte zulegte. Die Titel der Schnellrestaurant-Kette McDonald's zählten nach dem plötzlichen Tod von Konzernchef Jim Cantalupo zu den größten Verlierern im Dow.

„Morgen ist ein großer Tag, was Unternehmenszahlen angeht, und ich denke, die Leute werden erst dann einsteigen, wenn sie die Zahlen gesehen haben“, sagte Todd Leone, Analyst bei S.G. Cowen.

Auch Befürchtungen, die US-Notenbank Fed werde die Zinsen in den USA früher als erwartet wieder anheben, haben die Aktienkurse belastet. Höhere Leitzinsen verteuern Kredite für Unternehmen und Verbraucher; gerade die Konsumausgaben waren aber ein wichtiger Faktor für die Konjunkturerholung in den USA.

Am Mittwoch tritt US-Notenbankchef Alan Greenspan vor den gemeinsamen Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses.

McDonald's-Aktien verloren 2,6 Prozent auf 26,75 Dollar. Der 60-Jährige Konzernchef Cantalupo, dessen Strategiewechsel bei McDonald's zuletzt erste Früchte getragen hatte, war auf einem Treffen von Franchise-Nehmern in Orlando im US-Bundesstaat Florida offenbar an einem Herzinfarkt gestorben.

Auch gute Unternehmenszahlen etwa von den US-Firmen 3M und Eli Lilly reichten Händlern zufolge nicht aus, um den Standardwerten Auftrieb zu verleihen.

3M hatte seinen Gewinn im ersten Quartal stärker als erwartet gesteigert und auch seine Prognosen angehoben. Die Aktien des Mischkonzerns schlossen kaum verändert bei 83,76 Dollar.

Mit 1,3 Prozent waren Eli-Lilly-Aktien deutlich im Plus. Sie stiegen auf 73,40 Dollar, nachdem der US-Pharmakonzern für das erste Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg vor Akquisitionskosten ausgewiesen hatte. Neue Medikamente verhalfen Eli Lilly zu einem Umsatzanstieg von 17 Prozent.

Die Aktien von Wachovia gaben dagegen um 0,2 Prozent auf 44,65 Dollar nach, obwohl die viertgrößte US-Bank mit einem 22-prozentigen Gewinnanstieg im Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,19 Milliarden Aktien den Besitzer. 1626 Werte legten zu, 1660 gaben nach und 162 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Milliarden Aktien 1789 im Plus, 1392 im Minus und 130 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Geschäft um 6/32 auf 97-1/32. Sie rentierten mit 4,37 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 15/32 auf 102-14/32 bei einer Rendite von 5,20 Prozent.

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