Dritte Woche in Folge mit Gewinnen beendet
Nikkei knackt 10 000-Punkte-Marke

Die Börsen in Fernost haben am Freitag uneinheitlich tendiert. In Tokio schloss der Nikkei erstmals seit acht Monaten über 10.000 Punkten. Auf die Sprünge halfen ihm vor allem positive Konjunkturdaten aus China und Japan, die Hoffnungen auf eine Erholung der Weltwirtschaft schürten.

TOKIO/HONGKONG. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verabschiedete sich mit 1,6 Prozent im Plus bei 10 135 Zählern ins Wochenende. Der breiter gefasste Topix-Index rückte um 1,1 Prozent auf 950 Stellen vor. Auch die Aktienmärkte in Südkorea und Hongkong notierten fester. Die Börsen in Taiwan und Singapur sowie der chinesische Leitindex tendierten dagegen schwächer.

Die Industrieproduktion in China stieg im Mai stärker als von Volkswirten erwartet um 8,9 Prozent. "Da Japans Binnennachfrage und-verbrauch noch nicht wirklich angezogen haben, richten sich die Hoffnungen auf China", sagte Koichi Ogawa von Daiwa SB Investments.

Trotz der dritten Woche mit Gewinnen gingen viele Marktteilnehmer in Tokio davon aus, dass das Ende der Fahnenstange bald erreicht ist. "Die Käufer sind zurück und die Stimmung ist gut", sagte Ogawa weiter. "Aber die von ersten Anzeichen einer Erholung ausgelöste Rally hat wirklich ihr Limit erreicht." Der Markt brauche mehr positive Signale von Unternehmensseite - wie hochgeschraubte Prognosen - um weitere Gewinne zu erzielen.

Die Aktien von Mitsubishi Heavy schossen in Tokio 4,6 Prozent in die Höhe. Die Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete, das Unternehmen sei kurz davor, einen Auftrag zum Bau des weltweit ersten großen Kohlevergasung-Kraftwerks in Australien abzuschließen. Zudem profitierte das Papier - wie auch das von Nomura Holdings - von einer Hochstufung.

Merrill Lynch rechnet damit, dass das größte Brokerhaus des Landes im kommenden Finanzjahr in die Gewinnzone zurückkehren wird und stufte Nomura auf "Kaufen" hoch. Nomura-Titel legten daraufhin mehr als fünf Prozent zu.

Die Anteilscheine von NEC Electronics fielen dagegen 2,7 Prozent. Der Zeitung "Nikkei" zufolge wird der Chiphersteller wegen der anhaltend schwachen Nachfrage das Quartal bis Ende Juni voraussichtlich mit einem operativen Konzernverlust von rund 20 Milliarden Yen (145 Millionen Euro) abschließen.

Der Dollar präsentierte sich im fernöstlichen Devisenhandel etwas fester. Die europäische Gemeinschaftswährung Euro fiel auf 1,4070 Dollar nach 1,4104 Dollar im späten US-Handel. Auch gegenüber dem Yen legte die US-Währung zu: Der Dollar stieg auf 97,94 Yen von 97,55 Yen.

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