Dünne Nachrichtenlage
Dax schließt mit leichten Verlusten

Belastet von Kursverlusten bei Auto- und Finanzwerten hat der Deutsche Aktienindex am Montag leicht nachgegeben.

HB FRANKFURT. Der Leitindex beendete den elektronischen Handel auf Xetra mit einem Abschlag von 0,32 Prozent auf 3838,85 Punkten. Der Technologieindex TecDax verlor 0,24 Prozent auf 475,55 Zähler. Händler sprachen angesichts der dünnen Nachrichtenlage und dem Bankenfeiertag in Großbritannien von einem lustlosen Handel bei extrem niedrigen Volumina. Im Dax wurden zu Wochenbeginn lediglich rund 43 Millionen Aktien umgesetzt. Bereits am Freitag lag der Umsatz mit 62 Millionen Titeln deutlich unter dem 90-Tages-Durchschnitt.

Im späten Handel haben sich die deutschen Aktien kaum von der Stelle bewegt. Der L-Dax schloss mit 3838,98 Punkten, der L-TecDax ging mit 475,37 Punkten und der L-MDax mit 4919,21 Punkten aus dem Handel. Der MDax hatte im sich im regulären Handel behauptet und nahezu unverändert mit minus 0,01 Prozent bei 4923,57 Zählern geschlossen, der TecDax fiel um 0,24 Prozent auf 475,55 Punkte.

„Ich vermute, dass wir hier Gewinnmitnahmen sehen, nachdem die letzten zwei Wochen relativ gut liefen“, sagte Aktienstratege Frank Schallenberger von der LBBW. „Nach den Kursgewinnen in der vergangenen Woche brauchen wir nun eine kleine Konsolidierung, um die nötige technische Kraft für weitere Kursanstiege zu gewinnen“, ergänzte ein Händler.

Die US-Börsen starteten mit Kursverlusten in die neue Handelswoche. Der US-Standardwerteindex Dow Jones lag zum Handelsschluss in Deutschland 0,15 Prozent im Minus bei 10.180 Zählern, der Technologieindex Nasdaq Composite gab ein Prozent auf 1843 Punkte nach. Zum Handelsschluss in Deutschland lagen sowohl der US-Standardwerteindex Dow Jones wie auch der Technologieindex Nasdaq Composite im Minus. Angesichts des Trubels rund um den Parteitag der republikanischen Partei in New York blieben nach Einschätzung von Händlern aber wohl viele Marktteilnehmer dem Handel fern.

Für Impulse an den Aktienmärkten dürften im weiteren Wochenverlauf eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten sorgen. „Eigentlich erwarten wir bei allen US-Konjunkturdaten einen deutlichen Rückgang, und vielleicht ziehen sich da einige jetzt schon aus dem Markt zurück“, sagte Schallenberger. Neben Daten zum US-Verbrauchervertrauen, dem Chicagoer Einkaufsmanagerindex für August und dem Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) wird vor allem der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag mit Spannung erwartet.

Finanz- und Autowerte auf der Verliererseite

Unter Abgabedruck gerieten vor allem Autowerte. Die Aktien von Volkswagen verloren 1,42 Prozent auf 31,84 Euro und waren damit größter Dax-Verlierer. „Die Fronten in den bevorstehenden Tarifverhandlungen scheinen sich offenbar zu verhärten. Das schmeckt den Anlegern gar nicht“, sagte ein Händler. Der Wolfsburger Autobauer will in den anstehenden Tarifverhandlungen mit einem Verzicht auf Gehaltssteigerungen, von denen auch das Management nicht ausgeschlossen werden soll, die Personalkosten in seinen sechs deutschen Werken deutlich reduzieren. Die Arbeitnehmer-Vertreter von VW hatten sich Ende vergangener Woche gegen eine „Nullrunde“ ausgesprochen. Zudem droht VW nach aktuellen Berechnungen der WestLB der Abstieg aus dem EuroStoxx50.

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