Ebay mit Kurssprung
Anschläge in London verderben US-Anlegern die Kauflaune

Die erneuten Anschläge in London haben am Donnerstag das Publikum auf dem New Yorker Börsenparkett verunsichert und viele Käufer vertrieben. Positive Nachrichten, wie die Aufgabe der Dollar-Bindung der chinesischen Währung, unerwartet gute Unternehmensergebnisse und weiter sinkende Ölpreise gerieten dadurch in den Hintergrund. Die führenden US-Börsenindizes schlossen durchweg deutlich im Minus.

HB NEW YORK. Auch das Protokoll der US- Notenbanksitzung habe zur Verunsicherung beigetragen, erklärten Händler. Die Notenbank sieht die Entwicklung der US-Konjunktur zwar nach wie vor optimistisch. Sie wird auch mit ihren Zinserhöhungen fortfahren, ist sich aber nicht sicher, wie weit sie den Leitzins anheben wird. Zudem besteht ihrer Einschätzung nach die Gefahr, dass der Inflationsdruck zunimmt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte in Geschäftsverlauf zwischen 10 700 und 10 608 Zählern. Er verließ dem Markt 0,57 % ermäßigt mit 10 628 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,66 % auf 1227 Zähler ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,46 % auf 2179 Stellen.

Auch der amerikanische Rentenmarkt geriet unter massiven Druck, da China bisher einer der größten Käufer amerikanischer Staatsanleihen war, um seine Devisenüberschüsse anzulegen.

„Das hält die Käufer ungeachtet des lange erwarteten Schrittes Chinas zurück“, sagte Todd Clark von Wells Fargo Securities zu den Explosionen im Londoner-Nahverkehr. Sie waren jedoch weit weniger folgenschwer als die Anschläge vor genau zwei Wochen, bei denen 56 Menschen getötet wurden. „Die Explosionen sind wahrscheinlich der Grund für die Einbußen, weil die übrigen Nachrichten sehr positiv waren“, sagte Lincoln Anderson von LPL Financial Services. Die Anleger sorgten sich nach diesem zweiten Anschlag in London in Folge, dass weitere folgen könnten, sagte er.

Vor allem Werte von Reise- und Fluggesellschaften litten Händlern zufolge unter der Verunsicherung der Investoren. So sackte der Aktienkurs der drittgrößten US-Fluggesellschaft Delta Air Lines um mehr als neun Prozent auf 3,55 Dollar ab, obwohl das Unternehmen die Verluste im zweiten Quartal dank aggressiver Kostensenkungen reduziert hat.

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