Eigenheimabsatz belastet
Wall Street: Kursverluste auf breiter Front

Die Wall Street hat am Dienstag wegen rückläufiger Verkäufe von Haus- und Eigentumswohnungen im Juli Kursverluste auf breiter Front verbucht.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index fiel bis Börsenschluss um 50,31 Zähler oder 0,48 Prozent auf 10 519,58 Punkte. Der S&P-500-Index gab um 4,14 Zähler oder 0,34 Prozent auf 1 217,59 Punkte nach. Der Nasdaq-Index wurde um 4,16 Zähler oder 0,19 Prozent auf 2137,25 Punkte zurückgestuft. Der Rentenmarkt tendierte freundlich. Der Euro notierte mit 1,2226 Dollar gegenüber 1,2231 Dollar am Vortag.

Dem Nationalen Maklerverband zufolge fielen die Verkäufe bestehender Eigenheime im Juli auf eine Jahresrate von 7,16 Millionen Wohnungen und Häuser. Analysten hatten nur mit einem Rückgang auf 7,25 Millionen Einheiten gerechnet. "Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass eine Steigerung der Hypotheken-Zinsen in diesem Sommer die Nachfrage nach Eigenheimen ein bisschen dämpft", sagte Gary Thayer, Chef-Volkswirt von A.G. Edwards & Sons.

Die Aktien des zweitgrößten Eigenheim-Bauunternehmens, Pulte Homes reagierten mit Kursabschlägen von 0,8 Prozent auf 83,48 Dollar. Die Titel der Nummer drei der Branche, Lennar Corp, verloren 1,3 Prozent auf 58,93 Dollar. Der Wert des Möbelunternehmens La-Z-Boy gab um drei Prozent auf 13,57 Dollar nach.

Auch Kursverluste des weltweit größten Finanzunternehmens, der Citigroup, belasteten den Dow-Jones-Index. Die Aktie gab um 1,45 Prozent auf 43,56 Dollar nach. Damit reagierten die Anleger offenbar auf die Mitteilung, dass die Chefin des Privatkunden-Geschäfts, Marjorie Magner, die Bank verlässt.

Zu den größten Gewinnern am Markt zählten die Papiere des Medikamentenherstellers Amylin Pharmaceuticals. Sie legten um 27,68 Prozent auf 28 Dollar zu. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, dass eine verbesserte Version seines neuen Diabetes-Präparates in einer Studie positiv abgeschnitten habe. Davon profitierten auch Konzerne, mit denen Amylin zusammenarbeitet. So legten die Aktien von Eli Lilly um knapp zwei Prozent auf 53,72 Dollar zu. Alkermes-Papiere gewannen 11,6 Prozent auf 17,67 Dollar.

Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) leichtes US-Öl zur Lieferung im Oktober lag 0,14 Prozent höher bei 65,85 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,28 Milliarden Aktien den Besitzer. 1434 Werte legten zu, 1861 gaben nach und 183 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,37 Milliarden Aktien 1327 im Plus, 1674 im Minus und 182 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 08/32 auf 100-18/32. Sie rentierten mit 4,180 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 16/32 auf 114-27/32 und hatten eine Rendite von 4,400 Prozent.

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