Einzelhändler und AMD stützen
US-Börsen legen deutlich zu

Die US-Aktienmärkte haben am Montag in einem erneut umsatzschwachen Handel nach positiven Unternehmensnachrichten des Chipherstellers AMD und großer US-Einzelhändler deutlich zugelegt. Die Anleger reagierten Händlern zufolge zudem mit Erleichterung auf die Einschätzung von Experten, wonach der größte Stromausfall in der Geschichte Nordamerikas Ende vergangener Woche die US-Wirtschaft nicht nachhaltig belasten wird.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,97 Prozent höher bei 9412 Punkten und erreichte damit ein neues 14-Monats-Hoch. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,92 Prozent auf rund 1000 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 2,2 Prozent auf 1739 Punkte zu. An den US-Anleihemärkten gingen die Renditen etwas zurück, was Anlegersorgen über steigende Kreditkosten für die Unternehmen dämpfte.

„Es gibt Indizien, dass sich die Wirtschaft weiter erholt“, sagte Erik Gustafson von der Columbia Management Group. „Dies ist jahreszeitlich bedingt die schlechteste Zeit für die Märkte, daher denke ich, dass viele Leute davon ausgingen, dass die Aktien runtergehen, und wenn sie weiter steigen, müssen sie einiges Kapital investieren, um am Ball zu bleiben.“

Von dem wachsenden Optimismus in die Wirtschaft profitierte unter anderem der US-Mischkonzern General Electric. Seine Titel legten um 3,54 Prozent zu.

Der weltgrößte Einzelhandelskonzern Wal-Mart prognostizierte Umsatzzahlen für August, die die am oberen Ende der bisherigen Wachstumserwartungen von drei bis fünf Prozent liegen. Zur Begründung verwies Wal-Mart auf ein gutes Geschäft zum Schulanfang nach der Ferienzeit. Wal-Mart-Titel legten um 1,41 Prozent auf 58,92 Dollar zu. Die Aktien der zweitgrößten US-Baumarktkette Lowe's verbuchten Gewinne von rund sechs Prozent, nachdem das Unternehmen im abgelaufenen Quartal den Gewinn stärker gesteigert hat als von Analysten erwartet.

Die Titel des Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD) gewannen 14,23 Prozent auf 8,91 Dollar, nachdem im Magazin Barron's ein optimistischer Analystenkommentar veröffentlicht worden war. Darin hieß es, die AMD-Aktien könnten bei einem Markterfolg des neuen Opteron-Chip des Konzerns weiter zulegen.

Zu den Verlierern gehörten indes die Titel des Energieversorgers First-Energy. Sie verloren gegen den Trend 9,34 Prozent auf 27,75 Dollar. Das Leitungssystem des Unternehmens war als möglicher Verursacher des Stromausfalls in den USA und Kanada identifiziert worden. Analysten sagten, dies werde wohl dem Ansehen von First-Energy schaden und könne zudem negative Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit haben. Merrill Lynch stufte die Papiere auf „Neutral“ herab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,13 Milliarden Aktien den Besitzer. 2203 Werte legten zu, 1080 gaben nach und 146 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,46 Milliarden Aktien 2145 im Plus, 1036 im Minus und 13 unverändert. An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen 16/32 auf 98-03/32 zu. Sie rentierten noch mit 4,46 Prozent.

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