Elektronik- und Stahlaktien unter Druck
Rückschlag für den Nikkei

Die asiatischen Börsen haben am Mittwoch schwächer geschlossen. In Tokio wurde der Markt nach Angaben von Händlern unter anderem von Sorgen belastet, die angespannten Beziehungen zwischen Japan und China könnten negative Folgen auf die bilateralen Geschäfte haben. Zudem drückten die jüngsten Daten zur japanischen Handelsbilanz auf die Stimmung.

HB TOKIO. Der Überschuss war im April verglichen mit dem Vorjahresmonat gesunken, wenn auch nicht so stark wie erwartet. Die ungewissen Aussichten für den Aktienmarkt hätten die Anleger ebenfalls zurückhaltend agieren lassen, erklärten Beobachter. Der Euro notierte mit rund 1,2585 Dollar kaum verändert zu seinem Niveau im späten US-Handel.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio verlor 1,1 % auf 11 014 Zähler, nachdem er zeitweise sogar unter die Marke von 11 000 gerutscht war. Der breiter gefasste Topix-Index gab ein Prozent auf 1124 Punkte nach. In Hongkong rutschte der Hang Seng um 0,8 % auf 13 605 Zähler ab, der Kospi in Seoul fiel um 1,1 % auf 941 Stellen.

Händler in Tokio sagten, der Markt leide darunter, dass es wenige ausländische Käufer gegeben habe. Zudem seien viele Investoren enttäuscht darüber, dass der Nikkei nicht die technisch wichtige Marke von 11 200 Punkten genommen habe. Auch politische Spannungen lasteten auf dem Markt. Die chinesische Vize-Ministerpräsidentin Wu Yi hatte jüngst ein Treffen mit Japans Ministerpräsident Junichiro Koizumi überraschend abgesagt und damit die Spannungen in den Beziehungen zwischen beiden Ländern wieder verschärft. An der Tokioter Börse litten darunter nach Angaben von Händlern Stahl-, Schiffs- und Exportwerte.

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