Energiekosten stiegen stärker als erwartet
Angst vor höheren Zinsen belasten US-Börsen

Eine überraschend hohe Teuerung im Februar hat am Mittwoch die Angst der Anleger an der Wall Street vor höheren Zinsen angeheizt und die Kauflaune gedämpft.

HB NEW YORK. Am Vortag hatte bereits die US-Notenbank (Fed) die Märkte mit dem Hinweis auf einen jüngst erhöhten Inflationsdruck geschockt. Händlern zufolge verpuffte dadurch die positive Wirkung der deutlich gesunkenen Ölpreise, so dass die führenden Indizes nur wenig verändert notierten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,14 Prozent niedriger mit rund 10.456 Zählern. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen einem Hoch von 10.497 und einem Tief von 10.430 Punkten bewegt. Der S&P-500-Index legte dagegen 0,07 Prozent auf 1172 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,04 Prozent auf 1990 Punkte.

Besonders kräftig gestiegene Energiekosten hatten die Verbraucherpreise im Februar stärker als erwartet in die Höhe schnellen lassen. Jedoch auch ohne Berücksichtigung der Energiepreise ergab sich ein überraschend starker Anstieg. "Das ist jetzt keine Ölgeschichte mehr, es ist eine Zinsgeschichte", sagte Robert Drust von der Investmentbank Wedbush Morgan. Ohne den Effekt der um rund zwei Dollar gesunkenen Ölpreise wäre der Markt noch wesentlich schwächer, fügte er hinzu. Händlern zufolge reagierten die Investoren besonders empfindlich auf die Nachricht über die hohe Teuerung, nachdem die Fed schon am Vortag mit ihrem Hinweis auf eine erhöhten Inflationsdruck Ängste geschürt habe, die Notenbank könne schon bald von ihrem Kurs der maßvollen Straffung der Geldpolitik abweichen und die Zinsen aggressiver erhöhen.

Die deutliche Entspannung an an den Ölmärkten war nach Angaben von Händlern durch die jüngsten Vorratsstatistiken der USA aufgelöst worden. Danach erreichten die US-Rohölbestände in der vorigen Woche ihr höchstes Niveau seit nahezu drei Jahren. Viele Investoren, die auf weiter steigende Energiepreise gesetzt hatten, stießen angesichts dieser Entwicklung ihre Papiere großer Energiekonzerne ab. In der Folge verloren Exxon-Mobil-Titel gut 1,3 Prozent auf 60,09 Dollar. Die Papiere des Konkurrenten Chevron Texaco büßten knapp 1,3 Prozent auf 58,42 Dollar ein.

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