Engpass bei Öl-Versorgung befürchtet
Zinsängste treiben US-Börsen in den Keller

Die Angst vor einer baldigen Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed hat die Börsen am Montag auf Talfahrt geschickt. Die US-Aktienmärkte landeten in Folge dessen auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte Dezember 2003.

HB NEW YORK. Börsianern zufolge belasteten zudem deutlich nachgebende Ölpreise die Aktienkurse von Ölkonzernen wie Exxon Mobil und damit die Wall Street insgesamt. Die Preise für ein Barrel (knapp 159 Liter) Rohöl sanken in den USA und in Europa um jeweils etwa einen Dollar, nachdem der weltgrößte Erdölexporteur Saudi-Arabien eine Erhöhung der Opec-Fördermengen um rund sechs Prozent in Aussicht gestellt hatte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 1,26 Prozent niedriger mit rund 9990 Punkten und sank damit unter die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,05 Prozent auf etwa 1087 Zähler. Der Nasdaq-Composite büßte 1,14 Prozent auf rund 1896 Punkte ein. Die Börsenindizes sind damit wegen der anhaltenden Zinsängste der Anleger am dritten Handelstag in Folge deutlich gesunken. Höhere Leitzinsen führen in der Regel auch zu einer Erhöhung der Zinsen am Kapitalmarkt und verteuern daher die Kapitalbeschaffung für Unternehmen.

Deutlich besser als erwartete Arbeitsmarktdaten am Freitag schürten am Aktienmarkt Spekulationen über eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed), nachdem diese zuvor signalisiert hatte, die derzeitige Phase niedriger Leitzinsen könne im Sommer zu Ende gehen. „Ich glaube, in erster Linie ist das die Zinsfurcht, aber es ist auch eine Korrektur, die wir bei einem Niveau von 10 700 Punkte des Dow erwartet hatten. Ich bin etwas überrascht, dass die Korrektur an den asiatischen Märkten so stark ausgefallen ist, aber ich betrachte eine Korrektur wie diese immer als etwa Gesundes“, sagte Denman Zirkle von Carret Holdings.

James Luke von BB&T Asset Management fügte hinzu: „Die Fed wird die Zinsen möglicherweise früher als erwartet anheben müssen, um der Inflation zu begegnen. Zudem hatten wir über einen recht langen Zeitraum hohe Energiepreise und kürzlich einen Sprung auf der Einzelhandelsebene.“ Dies könne sich in einer spürbaren Kaufzurückhaltung der Verbraucher niederschlagen, sagte er.

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