Entspannung am Ölmarkt
Dax erholt sich zum Wochenauftakt

Die leichte Entspannung am Ölmarkt gibt dem Dax deutlich Auftrieb. Zudem hat die freundliche Stimmung an der Wall Street dem deutschen Aktienmarkt am Montag Rückenwind gegeben. Zu den größten Dax-Gewinnern zählen die Aktien von Volkswagen und Tui.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax schloss um 1,60 % über dem Freitagsschluss bei 3772,14 Punkten. Der MDax gewann 0,23 % auf 4850,96 Zähler. Der TecDax rückte um 1,61 % auf 475,90 Punkte vor. „Der Ölpreis dominiert das Handelsgeschehen, allerdings bleiben die Handelsumsätze gering“, sagte Aktienhändler Fidel Helmer vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser. Der US-Rohölpreis hatte sich im Tagesverlauf rund zwei Dollar unter den Rekordständen der vergangenen Woche stabilisiert.

Zu den führenden Werten zählte die Volkswagen-Aktie, die um 2,82 % auf 31,76 € vorrückte. Europas größter Autokonzern will ab 2005 Arbeitzeit und Bezahlung seiner rund 177 000 Beschäftigten in Deutschland grundlegend reformieren und bis 2011 die jährlichen Arbeitskosten von 6,8 auf 4,8 Mrd. € reduzieren. Über 24 Monate soll die Belegschaft dafür auf Einkommenserhöhungen verzichten. „Es besteht kein Spielraum für Entgelterhöhungen“, sagte Personalvorstand Peter Hartz. Die IG Metall verlangt vier Prozent höhere Einkommen und mehrjährige Jobgarantien. Auch die Anteilsscheine von BMW und Daimler-Chrysler schlossen jeweils mit klaren Gewinnen.

Tui-Aktien legten um 3,19 % auf 15,55 € zu. Der Verkauf der WestLB-Beteiligung an dem Touristikkonzern geht nach Angaben aus Branchenkreisen in die heiße Phase. Lufthansa-Titel gewannen im Zuge der Entspannung am Ölmarkt 2,08 % auf 9,34 €.

MAN-Aktien bildeten den Spitzenreiter und gewannen 4,28 % auf 27,54 €. Händler nannten eine unerwartete Anteilsaufstockung des französischen Versicherungskonzerns AXA als Hauptgrund: „Die Aktionärsstruktur verfestigt sich“ urteilte ein Händler.

Dagegen schlossen die Aktien der Deutschen Börse um 0,25 % geschwächt bei 39,84 € klar unterdurchschnittlich. Die Schweizer Börse SWX hat eine Fusion mit den Frankfurtern abgelehnt, bleibt aber offen für weitere Kooperationen. Die Absage ist nach Einschätzung von Merck Finck&Co ein „Rückschlag für die Pläne der Deutschen Börse, Verbündete im europäischen Börsensektor zu finden“.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite auf 3,80 (Freitag: 3,76) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,19 % auf 118,42 Punkte. Der Bund Future gab um 0,28 % auf 115,45 Zähler nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2250 (Freitag: 1,2293) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8163 (0,8135) Euro.

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