Enttäuschte Investoren
US-Leitzinserhöhung belastet Wall Street

Die Wall Street hat auf die US-Leitzinserhöhung von drei auf 3,25 Prozent mit Kursverlusten reagiert. Die Anleger zeigten sich enttäuscht, da sie auf Signale der Notenbank über ein baldiges Ende der Zinserhöhungsphase gehofft hatten. Bei den Einzelwerten standen die Aktien von Bank of America (BoA) und MBNA Corp im Mittelpunkt.

HB NEW YORK. Es war die neunte viertelprozentige Leitzinserhöhung seit Juni vergangenen Jahres. Die US-Notenbank will an ihrer Politik der kleinen Zinserhöhungsschritte festhalten. "Der Markt ist ein bisschen enttäuscht, weil die Fed keine Hinweise über die Dauer der Zinserhöhungsphase gegeben hat", sagte Analyst Jeffrey N. Kleintop. Höhere Zinsen sind unter anderem für Aktien schlecht, weil sie die Kreditkosten für Firmen und Verbraucher steigern.

Der Leitindex Dow Jones, der schon vor Bekanntgabe der Entscheidung etwas schwächer notiert hatte, baute seine Verluste danach aus und schloss 0,96 Prozent tiefer bei 10.274 Zählern. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen einem Hoch von 10.412 Punkten und einen Tief von 10.267 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,71 Prozent auf 1191 Stellen nach, der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,58 Prozent auf 2056 Punkte.

Im zweiten Quartal fiel der Dow-Jones-Index damit um 2,2 Prozent. Dagegen legten der S&P-Index 0,9 Prozent und der Nasdaq-Index 2,9 Prozent zu. Der Rentenmarkt profitierte am langen Ende von den Aussagen der Notenbank. 30-jährige US-Regierungstitel festigten sich um einen ganzen Punkt und rentierten sich mit 4,19 Prozent. Der Euro notierte mit 1,2103 Dollar gegenüber 1,2063 Dollar am Vortag.

Die Fed bekräftigte, die weiter lockere Geldpolitik könne in maßvollem Tempo beendet werden. Mit dieser Formulierung signalisieren die Währungshüter seit Monaten, dass die Zinsen in moderaten Schritten angehoben werden. Ende Juni 2004 hatte die Fed mit der ersten Erhöhung seit vier Jahren die Zinswende in den USA eingeleitet.

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