Erfreulicher Börsenausblick
Analysten sprechen wieder vom Dax 7 000

Die europäischen Börsen dürften am Donnerstag äußerst gut gelaunt öffnen. Grund sind die jüngsten Aussagen der US-Notenbank Fed. Die Aussicht auf eine Zinssenkung hatte bereits die asiatischen Börsen beflügelt. Die allgemeine Euphorie wird allerdings vom weltweit zweitgrößten Handyhersteller Motorola getrübt.

HB FRANKFURT/NEW YORK/SINGAPUR. Die US-Notenbank hatte am Mittwochabend die Leitzinsen wie erwartet unverändert bei 5,25 Prozent gelassen. Zugleich weckte sie mit ihrer Stellungnahme die Hoffnung auf eine Zinssenkung, da sie dieses Mal auf den Verweis verzichtete, dass eine weitere Zinserhöhung nötig sein könnte. Die Anleihen und die Aktienmärkte legten daraufhin teils deutlich zu, für den Dollar ging es in Richtung Süden.

Mit diesen Vorgaben und festen Kursen an der Wall Street und an den asiatischen Börsen kann es in Europa eigentlich nur aufwärts gehen. Sollte der Euro-Stoxx-50 im frühen Handel die Marke bei 4 140 Punkten herausnehmen, liegt der nächste Widerstand nach Aussage eines technischen Analysten bei 4 200 Punkten. Geschlossen hatte der Index bei 4 078 Punkten. Auch für den Dax prophezeien die technischen Analysten einen Aufwärtstrend. Sollte der deutsche Leitindex über 6 740 Punkten schließen – am Vortag lag er bei 6 712 Punkten –, baue sich hier eine wichtige Unterstützung auf. Das Potenzial liege dann wieder am Jahreshoch von 7 040 Punkten.

Asien legt vor

Nach starken US-Vorgaben und der Aussicht auf Zinssenkungen in der weltgrößten Volkswirtschaft haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag bereits kräftige Kursgewinne verbucht. Gefragt waren vor allem Exportwerte. In Tokio markierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index den höchsten Stand seit drei Wochen. Er verließ den Handel mit einem Aufschlag von 1,49 Prozent auf 17 419 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,38 Prozent zu auf 1 731 Zähler. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur, Hongkong und Südkorea lagen im Plus. Die Börsen in China hatten bereits am Vortag nach dem wochenlangen Schlingerkurs mit einem Rekordhoch geschlossen.

„Zwar bleiben die Sorgen über die US-Wirtschaft bestehen“, sagte Experte Tsuyoshi Nomaguchi von Daiwa Securities. „Aber die Anleger haben an der Börse zugegriffen, weil sie momentan nur wenige unmittelbare Risiken sehen.“ Zu den Gewinnern zählten etwa Aktien des Kameraherstellers Canon, die sich um 1,7 Prozent verteuerten. Papiere des Elektronikkonzerns Sony legten um knapp 1,5 Prozent zu. Die Hitachi-Aktie kletterte nach der Bekanntgabe von Restrukturierungsplänen für das Festplatten-Geschäft des Mischkonzerns um gut 3 Prozent.

Im fernöstlichen Devisenhandel erreichte der Euro mit 1,3412 Dollar zeitweise den höchsten Stand seit rund zwei Jahren, bevor er später wieder auf 1,3386 Dollar nachgab. Zur japanischen Währung lag der Euro bei 157,24 Yen. Der Dollar kostete 117,47 Yen.

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