Erholung am späten Nachmittag
Dax schließt trotz Intel-Enttäuschung auf Tageshoch

Die Enttäuschung über eine gesenkte Prognose des weltgrößten Chipherstellers Intel hat am Mittwoch den deutschen Aktienmarkt schwer belastet. Der Dax erholte sich am späten Nachmittag jedoch wieder.

HB FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex kam bis auf rund fünf Zähler an seinen Vortagesschluss heran. Mit 3898,84 Punkten schloss der wichtigste deutsche Börsenindex nur noch 0,13 % im Minus und auf seinem Tageshoch. Am Vormittag war der Dax zeitweise um 1,3 % gefallen. Zu den größten Verlierern zählten Technologiewerte wie Infineon. Besonders schwach präsentierten sich auch die Tui-Aktien, was Händler unter anderem auf später dementierte Gerüchte über eine Platzierung von Tui-Anteilen durch die WestLB zurückführten.

Im Schlepptau der Wall Street erholten sich die Aktienkurse in Frankfurt bei anziehendem Umsatz in der letzten Handelsstunde. Das Handelsvolumen kletterte auf rund 95 (Vortag 72) Mill. Aktien. Der Dow-Jones-Index, der zum Handelsauftakt 0,6 % verloren hatte, drehte bis zum Xetra-Schluss ins Plus. Händler in New York begründeten dies damit, dass das niedrigere Kursniveau Käufer angezogen habe.

„Der Kursrückgang an den europäischen Märkten am Morgen war übertrieben“, erklärte ein Händler die Kurserholung. Es sei aber positiv, dass der Dax über der Unterstützungszone von 3880/90 Punkten schloss. „Das ist eindeutig ein gutes Zeichen“, sagte ein Händler bei einer Großbank in Frankfurt.

Für die weitere Kursentwicklung am Aktienmarkt dürfte der für Donnerstag erwartete Zwischenbericht von Nokia entscheidend sein. Zudem steht dann auch der Zwischenbericht von IBM, dem weltgrößten Computerkonzern, an. Nach Börsenschluss sollte zudem am Mittwoch der Quartalsbericht von Advanced Micro Devices, einem der wichtigsten Konkurrenten von Intel, veröffentlicht werden.

Intel hatte im zweiten Quartal zwar Umsatz und Gewinn gesteigert, zugleich aber den Ausblick für seine Bruttogewinnmarge für das laufende Jahre leicht gesenkt. An der Wall Street stürzten die Intel-Titel, die im Dow-Jones-Index gelistet sind, um mehr als acht Prozent ab.

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