Erneut dünne Umsätze - US-Konjunkturdaten positiv
Dax verabschiedet sich mit Kursgewinnen ins Wochenende

Die Aktionäre können beruhigt ins Wochenende gehen. Der Deutsche Aktienindex hat auch am Freitag seine Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Nach positiven Konjunkturdaten aus den USA schloss der Leitindex sogar knapp oberhalb der Marke von 3850 Punkten.

HB FRANKFURT. Der Dax beendete den elektronischen Handel auf Xetra 0,49 % höher mit 3851 Zählern. Dank einer deutlichen Entspannung am Ölmarkt hat der Leitindex seit Wochenbeginn rund 140 Punkte zugelegt. Der Technologieindex TecDax beendete die Sitzung kaum verändert bei 476,7 Zählern. Marktteilnehmer klagten erneut über dünne Umsätze. „Es gibt kaum Geschäft. Impulse fehlten nahezu völlig“, hieß es. Daher dürften die aktuellen Kursbewegungen nicht überbewertet werden. Für Verstimmung sorgten unterdessen Spekulationen um eine Prognosekorrektur des japanischen Elektronik-Konzerns Sony. Die US-Börsen lagen zum Handelsschluss in Deutschland im Plus.

Ein stärker als erwartet ausgefallenes Vertrauen der US-Verbraucher in ihre Wirtschaft stützte am Nachmittag die Aktienmärkte. Nach endgültigen Berechnungen der Universität Michigan ist der entsprechende Index der Universität im August zwar auf 95,9 Punkte von 96,7 Zählern im Juli gesunken. Analysten hatten jedoch mit einem Indexstand von 94,0 % gerechnet. Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA fiel indes mit einem Plus von 2,5 % im zweiten Quartal wie von Analysten erwartet aus. Die US-Wirtschaft ist damit etwas langsamer gewachsen als bei der ersten Schätzung (Plus 3,0 %) angenommen.

Spekulationen um eine mögliche Korrektur der Geschäftsziele des Elektronikriesen Sony trübten Händler zufolge die Stimmung der Investoren vor allem gegenüber Technologiewerten ein. „Am Markt kursieren Gerüchte, dass Sony mit einer Gewinnwarnung kommt“, hieß es. Sony-Finanzchef Katsumi Ihara hatte in einem Interview mit der Zeitung „Nikkei“ gesagt: „Ich war schockiert, als ich nach meiner Ernennung zum Finanzchef im Juni die Profitabilität der Sony-Produkte überprüft habe. Verglichen mit der früheren hohen Profitabilität ist das aktuelle Niveau bei Fernsehern und Audio-Produkten desaströs.“

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