Erneut steigende Ölpreise belasten Aktien in Fernost
Tokios Börse schließt schwächer

Die erneut anziehenden Ölpreise und gleichzeitig sinkende Metallpreise haben am Donnerstag die Aktienmärkte in Asien belastet. Technologiewerte litten außerdem unter einem schwachen Ausblick des US-Halbleiterausrüsters Novellus.

HB TOKIO. Die Aktienbörse in Tokio hat schwächer geschlossen. Der Nikkei-Index fiel um 161,70 Punkte oder 1,44 Prozent auf den Stand von 11 034,29 Punkten. Der breit gefasste Topix gab um 13,82 Punkte oder 1,23 Prozent auf 1109,64 Punkte nach. Der Dollar kam ebenfalls leicht unter Druck.

Auch die Kurse an den Börsen in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur gaben nach. Zu den größten Verlierern in Tokio gehörten die Aktien von Sumitomo Metal Mining mit einem Minus von über sechs Prozent. Die Aktien der Stahlhersteller Posco und Nippon Steel gaben ebenfalls merklich nach. Diese Titel wurden Händlern zufolge in erster Linie vom Rückgang der Metallpreise belastet.

Der Preis für Kupfer fiel am Mittwoch an den Rohstoffbörsen um zehn Prozent. Auch Aluminium, Gold, Silber, Platin und Palladium verbilligten sich deutlich. Der Ölpreis stieg dagegen erneut. Befürchtungen vor Versorgungsengpässen vor dem Winter in den größten Verbraucherländern wie die USA ließen den Preis für US-Öl um 0,5 Prozent auf 53,92 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) steigen.

Schwache Nasdaq belastet Tech-Aktien

Der erneute Anstieg der Ölpreise hatte bereits am Mittwoch die Stimmung der Anleger an der Wall Street getrübt und den Leitindex Dow Jones zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Zählern gedrückt. Schließlich war er mit einem Abschlag von 0,7 Prozent bei 10 002 aus dem Handel gegangen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ein viertel Prozent auf 1920 Zähler nach.

Die gestiegenen Ölpreise setzte auch den Dollar zum Euro unter Druck gesetzt. Der teure Energierohstoff schürte Händlern zufolge die Befürchtung, er könne für eine negative Überraschung bei den im Tagesverlauf erwarteten Daten zur US-Handelsbilanz sorgen. Der Euro wurde am Vormittag in Tokio mit 1,2353 Dollar gehandelt. Am Mittwoch war die europäische Gemeinschaftswährung in den USA zuletzt mit 1,2341 Dollar gehandelt. Der Dollar lag in Tokio mit 109,66 Yen auf dem Niveau des Vorabends.

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