Euro auf Dreimonatshoch
Dax baut seine Verluste aus

Der Dax ist unter die 3300er-Marke gefallen und hat damit seine Verluste ausgebaut. Enttäuschende US-Absatzzahlen von Daimler-Chrysler und der starke Euro waren Gründe für den Abrutsch.

HB FRANKFURT. Bei moderaten Umsätzen gab das Börsenbarometer um 1,60 Prozent auf 3276,64 Punkte nach. Der MDax büßte 0,11 Prozent auf 3982,02 Zähler ein. Der TecDAX stieg um 1,40 Prozent auf 497,80 Punkte.

„Die Entscheidung der EZB, den Leitzins unverändert bei zwei Prozent zu belassen, hat die Märkte nicht bewegt, da fast alle damit gerechnet haben“, sagte ein Frankfurter Händler.

„Der weiter steigende Euro bremst den Dax aus und vor dem morgigen Feiertag halten sich viele bedeckt, denn die Umsätze sind im Feiertagshandel eher dünn“, sagte ein Händler. Die Währung hatte im Tagesverlauf ein Dreimonatshoch von 1,1766 Dollar erreicht.

Die Autowerte büßten allerdings nicht nur auf Grund der steigenden europäischen Währung ein, die die Exportwerte teurer macht. Daimler-Chrysler verpasste dem Markt einen Dämpfer, denn der Konzern meldete in den USA für die Sparte Chrysler einen Absatzeinbruch im September. Zugleich kündigte Chrysler hohe Rabatte für die Modelle des Jahres 2004 an. Die Aktie verlor 3,31 Prozent auf 29,76 Euro.

Volkswagen und BMW hatten dagegen mehr Autos abgesetzt als vor Jahresfrist, was unter den Börsianern allerdings als „unspektakulär“ bezeichnet wurde. VW verloren 2,84 Prozent auf 38,59 Euro, BMW büßten 2,25 Prozent auf 33,00 Euro ein. Porsche konnte seinen US-Absatz im vergangenen Monat nahezu verdoppeln, die Aktie reagierte nach dem Vortagesplus mit Gewinnmitnahmen. Sie büßte 2,14 Prozent auf 369,44 Euro ein.

Die Aktie der Deutsche Post Word Net profitierte von mehreren größeren Kauforders und stieg mit 4,65 Prozent auf 15,54 Euro an die Dax-Spitze. Händler gegründeten die Kursgewinne mit einer positiven Stimmung für die Aktie wegen des geplanten Börsengangs der Deutschen Postbank im kommenden Jahr.

Bayer-Anteilsscheine verloren 4,06 Prozent auf 17,97 Euro. „Hier belasten die Nachrichten von gestern, wonach Bayer die Suche nach einem Pharmapartner aufgegeben haben soll“, sagte ein Händler. „Wenn der Konzern die Gerüchte bestätigt, könnten viele Analysten ihre Gewinnprognose senken und die Aktie erneut belasten“, sagte ein Händler.

Wenig Bewegung gab es an den amerikanischen Aktienmärkten: Der Standardwerte-Index Dow Jones stieg um 0,15 Prozent auf 9485,13 Punkte, während der Nasdaq Composite mit einem Punktestand von 1832,45 um seinen Vortagesschluss pendelte. In Europa verlor der EuroStoxx 50 0,19 Prozent auf 2434,63 Zähler.

Im MDax verlor die Aktie von mg technologies 1,89 Prozent auf 10,37 Euro. Das Unternehmen will sich durch den Verkauf ihrer Chemiesparte entschulden und sich zukünftig auf den Maschinen- und Anlagenbau konzentrieren.

Gewinnmitnahmen drückten die Renten. Der Bund Future sank um 0,7 Prozent auf 114,41 Punkte, der Rex um 0,33 Prozent auf 118,67. Die Umlaufrendite stieg von 3,69 auf 3,75 Prozent. Der Euro stieg zunächst auf ein Dreimonatshoch von 1,1770 Dollar und gab dann etwas nach. Am Abend kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1722 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1692 (Mittwoch: 1,1671) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8553 (0,8568) Euro.

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