Euro bleibt unter Druck
Asiens Börsen im Plus

Ein unerwartet deutliches Wachstum der japanischen Wirtschaft sowie Kursgewinne im Technologie-Sektor haben den asiatischen Aktienmärkten am Freitag Auftrieb gegeben.

HB TOKIO/SINGAPUR. Der Tokioter Nikkei-Index kletterte auf den höchsten Stand seit vier Jahren und der Yen erholte sich deutlich von seinen Kursen um ein Zwei-Jahres-Tief zum Dollar. Der Euro notierte kaum verändert bei rund 1,1688 Dollar, nachdem er zuvor ebenfalls auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren bis auf 1,1670 Dollar gesunken war. Die japanische Regierung hatte zuvor einen Bericht vorgelegt, nach dem die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im abgelaufenen Quartal um 0,4 Prozent zum Vorquartal und damit deutlicher als von Analysten erwartet gewachsen ist. Damit wuchs die japanische Wirtschaft im nunmehr vierten Quartal in Folge. Auf das Jahr hochgerechnet ergibt sich ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 Prozent. Volkswirte hatten lediglich mit einer Wachstumsrate von 1,2 % gerechnet.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,53 % im Plus bei 14 155 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann bis Handelsschluss 0,67 % auf 1494 Zähler. Im Handelsverlauf war der Nikkei bis auf 14 186 Punkte gestiegen - der höchste Stand seit Mai 2001. Gefragt waren vor allem Finanzwerte wie Mizuho Financial , die um 1,44 % anzogen. Auch an den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapurlegten die Kurse überwiegend zu.

In New York hatte am Vorabend die Wall Street höher geschlossen. Grund war vor allem die starke Nachfrage ausländischer Investoren auf der jüngsten US-Schatzwechselauktion. Die führenden Indizes schnellten nach anfänglichen Verlusten durchweg kräftig in die Höhe. Händlern zufolge hatten zuvor die anhaltenden Probleme des größten US-Autokonzerns General Motors und mit den Ölpreisen fallende Notierungen der führenden Energiekonzerne die Kurse belastet. Zudem trübten enttäuschende Konjunkturdaten die Stimmung.

Die größten Gewinnern waren am Freitag in den Sektoren Handelshäuser, Immobilien und Einzelhandel zu finden. So stiegen Seiyu um 8,0 Prozent auf 296 Yen, Daiwa Securities um 7,1 Prozent auf 1 064 Yen, Nomura kletterten 4,5 Prozent auf 2040 Yen und Nikko Cordial 3,7 Prozent auf 1 579 Yen. Mitsui Fudosan gewannen 4,3 Prozent auf 2 105 Yen, Familymart 2,8 Prozent auf 3 670 Yen, Mitsubishi Estate 4,0 Prozent auf 1 828 Yen und Sumitomo Realty & Development 3,0 Prozent auf 1970 Yen.

Zudem trugen einige Technologietitel zur positiven Marktentwicklung bei: So kletterten unter anderen Nikon 2,5 Prozent auf 1 665 Yen und Canon 1,7 Prozent auf 6 490 Yen. Mitsubishi Rayon gewannen nach einem Zeitungsbericht 7,9 Prozent auf 612 Yen. Danach wird das Unternehmen seine Produktionskapazitäten für Kohlefaser um 70 Prozent ausweiten.

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