Euro etwas schwächer
Börse Tokio schließt auf Vierjahreshoch

Das Vertrauen in die Wirtschaft hat Asiens Aktienmärkte am Freitag ungeachtet des weiter hohen Ölpreises gestützt. Die Unsicherheit vor der Veröffentlichung von US-Arbeitsmarktdaten begrenzte allerdings die Gewinne.

HB SINGAPUR. Freundlich hat die Aktienbörse in Tokio am Freitag geschlossen. Der Nikkei-225-Index verbesserte sich um 0,7% bzw 93 Punkte auf 12. 600 und erreichte damit ein Vierjahreshoch. Der Topix legte um 0,4% bzw 5 Punkte auf 1.282 Zähler zu und markierte damit ebenfalls ein Vierjahreshoch. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur lagen im Plus.

Analysten zufolge setzte sich die optimistische Stimmung fort. „Wir haben schon zuletzt viele Käufe von Aktien aus dem Blue-Chip-Sektor gehabt und sehen einen ähnlichen Zustrom von Geld in den Markt auch heute“, sagte Yutaka Miura von Shinko Securities. Weder der Höhenflug des Ölpreises noch Sorgen über die Folgen des Tropensturms „Katrina“ in den USA trübten die Stimmung.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl lag weiter auf einem Niveau von über 69 Dollar und stützte Energie-Aktien in Tokio. Nippon Oil legte um 3,44 Prozent auf 931 Yen zu. Showa Shell Sekiyu KK gewann 4,22 Prozent auf 1358 Yen. Nippon Mining Holdings, die eine der größten Ölraffinerien des Landes besitzt, verzeichneten ein Plus von 2,55 Prozent auf 764 Yen.

Die abwartende Haltung der Investoren vor der Veröffentlichung von Konjunkturdaten in den USA begrenzte indes die Gewinne. In Washington wurden am Freitag Arbeitsmarktdaten für den August erwartet. „Angesichts des Wochenendes und der kommenden Arbeitsmarktdaten versuchen viele Investoren im Moment, ihre Positionen zu erleichtern“, sagte Katsuhiko Kodama von Toyo Securities.

Die bisher in dieser Woche veröffentlichten US-Wirtschaftszahlen fielen schlechter aus als erwartet. Als negativ bewertete Arbeitsmarktzahlen könnten aber Spekulationen nähren, die Fed könnte die Zinserhöhungen verlangsamen. Dies wiederum würde bei Investoren für Erleichterung sorgen, da höhere Zinsen für Unternehmen und Verbraucher die Kreditbeschaffung verteuern und deshalb üblicherweise die Börse belasten.

Die Hoffnung auf langsamere Zinserhöhungen hatte am Vortag auch die US-Börsen etwas gestützt und die Verluste begrenzt. Der Dow-Jones-Index gab um 0,21 Prozent auf 10.460 Punkten nach. Der breiter gefasste S&P 500 legte dagegen 0,1 Prozent auf 1222 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,19 Prozent auf 2148 Punkte ab.

Der Euro sank in Fernost leicht auf 1,2495 Dollar nach 1,2500 Dollar im späten Handel in New York. Die US-Währung tendierte zum Yen bei 109,87 Yen nach 109,76 Yen. Der Preis für Gold- traditionell stark nachgefragt in Krisenzeiten - zog leicht an.

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