Euro fällt leicht
Tokioter Aktienmarkt schließt im Minus

Nachgebende US-Aktienkurse haben am Dienstag an der Tokioter Börse Gewinnmitnahmen bei Canon und anderen Standardwerten ausgelöst und die Kurse gedrückt.

Tokioter Aktienmarkt folgt Wall Street ins Minus=

Reuters/vwd SINGAPUR. „Dahin ist die Sommer-Rallye, auf die die Leute gehofft hatten“, sagte der Chefstratege von Tokai Tokyo Securities, Hiroyuki Nakai. Der Nikkei-225-Index schloß mit einem Minus von 0,4 Prozent bzw 42 Yen auf 9 486. Der Topix-Index fiel um 0,5 Prozent bzw fünf Punkte auf 928. Der Euro wurde mit 1,1328 Dollar gehandelt, nachdem er im späten New Yorker Handel zeitweise einen Stand von 1,1357 Dollar erreicht hatte.

Vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen von Sun Microsystems am Dienstag und Sony Corp am Donnerstag hielten sich japanische Investoren zurück, sagten Analysten in Tokio. Ausländische Investoren, die den Nikkei-Index in der zweiten Juli-Woche auf seinen höchsten Stand seit August 2002 getrieben hatten, nahmen Händlern zufolge Gewinne mit. Sony-Aktien fielen 1,9 Prozent auf 3 710 Yen, während Canon-Aktien 2,7 Prozent auf 5 460 Yen nachgaben.

Der Standardwerte-Index Dow-Jones hatte am Montag ein Prozent auf 9 096 Punkte verloren. Die Technologiebörse Nasdaq gab 1,6 Prozent auf 1 681 Punkte nach.

Die fallenden japanischen Aktienkurse führten Analysten zufolge auch zu Befürchtungen, der Kapitalzufluss nach Japan könne nachlassen, was den Kurs des Yen belastete. Der Dollar stieg zum Yen auf 119,26 Yen, den höchsten Stand seit dem 2. Juli. Zum Euro wurde der Yen bei 135,00 Yen gehandelt.

Händlern zufolge hatten auch nachgebende Kurse von US-Staatsanleihen Einfluss auf die Devisenkurse. Am Montag war die Rendite von zehnjährigen US-Anleihen auf 4,21 Prozent gestiegen, den höchsten Stand in diesem Jahr.

Marktteilnehmer sorgten sich, dass ein starker Anstieg der Zinsen dem US-Immobilienmarkt schaden könne, sagte ein japanischer Händler. Andere sahen in dem Anstieg der Renditen auch Vorteile für den Dollar. Der Zinsunterscheid habe dem Dollar in jüngster Zeit geschadet, sagte Masamichi Koike, Devisenhändler bei Sumitomo Mitsui Banking Corp. „Man könnte also argumentieren, dass ein Anstieg der Zinsen dem Dollar helfen wird.“

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