Euro fester
Börse Tokio schließt im Minus

Angeführt von Verlusten bei den Technologietiteln hat die Börse in Tokio am Donnerstag im Minus geschlossen. Auch die Börsen in Hongkong, Singapur und Taiwan tendierten schwächer.

HB TOKIO. In Tokio beendete der 225 Werte umfassende Nikkei Index den Handel 0,55 Prozent tiefer bei rund 11 322 Punkten. Der breiter gefasste TopixX Index verlor 0,43 Prozent und schloss bei rund 1 135 Zählern. Der Dollar geriet im fernöstlichen Devisenhandel wie schon an den Vortagen weiter unter Druck und notierte zum Euro mit 1,2353 Dollar nahe dem tiefsten Stand seit drei Monaten. Zum Yen tendierte die US-Währung bei 108,83 Yen nahe dem Schlusskurs in New York.

Technologietitel verbuchten in Tokio zum Teil deutliche Verluste. So fielen die Werte des Anti-Virus-Softwareherstellers Trend Micro um rund vier Prozent, die Papiere des Elektronikteile-Herstellers TDK notierten rund 1,5 Prozent schwächer. Die Aktien des Unterhaltungs-Elektronikkonzerns Sony gaben um rund 0,7 Prozent nach.

Händler nannten als eine der Ursachen Enttäuschung über die hinter den Erwartungen zurück gebliebenen Gewinnaussichten des US-Internet-Unternehmens Yahoo. Yahoo hatte am Mittwoch nach Börsenschluss bekannt gegeben, dass es seinen Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt habe. Gleichwohl zeigte sich der Markt enttäuscht, woraufhin im nachbörslichen Handel Yahoo-Aktien rund 13 Prozent nachgaben. „Der schwache Verkaufsausblick von Yahoo hat Sorgen aufkommen lassen über die Aussichten des gesamten Internet-Sektors“, sagte Yasuo Yabe von Meiwa Securities. Yahoo Japan, das zu 35 Prozent Yahoo Inc gehört, verloren rund 3,8 Prozent.

Der Dollar gab am Donnerstag im fernöstlichen Devisenhandel weiter nach. Analysten vermuteten, allgemein herrsche nun die Ansicht vor, dass die US-Notenbank (Fed) sich mit einer weiteren Zinserhöhung Zeit lassen werde. „Erst vor ein paar Wochen haben wir uns einer starken US-Wirtschaft, steigender Inflation und der Aussicht auf deutlich höhere Zinssätze gegenüber gesehen“, sagte Toshiaki Kimura, Devisenspezialist bei Mitsubishi Trust and Banking. „Aber die US-Arbeitsmarktdaten in der vergangenen Woche haben das Szenario in Zweifel gezogen. ... Bis wir einige stärkere Daten zur US-Wirtschaft bekommen, wird der Dollar wahrscheinlich weiter nachgeben.“

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