Euro fester, Pfund schwächer
Börsen in Fernost unter Druck

Die asiatischen Börsen haben am Freitag schwächer tendiert, nachdem die Anschläge in London erneut Sorgen über die Sicherheitslage geweckt hatten. Auch das britische Pfund blieb unter Druck. Der Ölpreis ist nach einem abrupten Rückgang am Vortag wieder auf Rekordkurs.

TOKIO. Die Börse in Tokio hat am Freitag leichter geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zum Handelsende ein Minus von 24,15 Punkten oder 0,21 Prozent beim Stand von 11 565,99 Zählern. Der breiter gefasste Topix gab 2,61 Punkte oder 0,22 Prozent ab und notierte bei 1177,61 Punkten.

Der Dollar wurde um 15.00 Uhr Ortszeit mit 112,35-37 Yen fester bewertet nach 112,23-26 Yen am Vortag. Der Euro notierte fester mit 1,1931-34 Dollar nach 1,1922-25 Dollar am Vortag.

Bei vier Anschlägen auf U-Bahnen und einen Bus waren am Donnerstag in London mindestens 37 Menschen getötet und rund 700 verletzt worden. Nach Einschätzung der britischen Regierung könnten die Taten auf das Konto der Extremisten-Organisation Al-Kaida gehen.

Händler in Tokio wiesen allerdings darauf hin, dass die Reaktion der Märkte auf die Anschläge in London anders ausfielen als nach dem 11. September 2001 in New York. Nach den Angriffen auf das World Trade Center sei der Markt schockiert gewesen, sagte Toru Otsuka von Mizuho Investors Securities. Er habe mit starken Kursverlusten reagiert. „Jetzt verfügen die Investoren nicht nur über diese Erfahrung, sondern haben zusätzlich positive Erwartungen an die kommende Berichtssaison“.

Besonders gefragt waren Aktien von Einzelhandelsunternehmen. So konnten Papiere der größten japanischen Kaufhauskette Seven-Eleven Japan 1,6 Prozent zulegen. Auch Aktien des größten Einzelhändlers Asiens Aeon verteuerten sich um knapp ein Prozent.

Die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Taiwan blieben im Minus. Hier hätten auch heimische Faktoren eine Rolle gespielt, sagten Händler. In Taiwan stand zum Beispiel die Elektronikbranche unter Druck. In Hongkong fielen die Kurse wegen der Enttäuschung über das Ausbleiben von Gesprächen über die Lockerung der Bindung der Landeswährung Yuan zum Dollar.

Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl verteuerte sich in Asien Händlern zufolge wegen der Wirbelstürme in den USA um weitere 47 Cent auf 61,20 Dollar je Barrel (Barrel sind knapp 159 Liter) und lag damit nur leicht unter seinem Rekordhoch. Am Donnerstag war der Ölpreis wegen Sorgen über die Auswirkung der Anschläge auf die Wirtschaft um bis zu vier Dollar gesunken. Bei einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums geht auch die Nachfrage nach Öl zurück.

Das Pfund Sterling notierte bei 1,7410 Dollar, nachdem es zuvor mit 1,7374 Dollar den niedrigsten Stand seit Dezember 2003 verzeichnet hatte. Der Euro wurde mit 1,1923 Dollar wenig verändert gehandelt. Nach den starken Schwankungen in Folge der Anschlagsmeldungen aus London normalisierte sich der Handel wieder. „Derartige Ereignisse haben keine dauerhaften Auswirkungen auf den Devisenmarkt“, sagte der Händler einer japanischen Bank. Hinzu kam die Tatsache, dass auch die New Yorker Wall Street ihre anfänglichen Verluste wieder wett machen konnte.

Der Dow Jones Index der Standardwerte hatte am Donnerstag den Handel 0,31 Prozent höher mit 10.302 Punkten verlassen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq war um 0,34 Prozent auf 2076 Stellen gestiegen.

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