Euro gefallen
Gewinnmitnahmen in Tokio

Nach einem Start im Sog der deutlichen Abgaben an Wall Street vom Vortag und einer zwischenzeitlichen Trendwende in positives Terrain hat der Nikkei am Mittwoch etwas leichter geschlossen. Händler nannten als Grund Gewinnmitnahmen und Konjunktursorgen in Folge des hohen Ölpreises.

HB TOKIO. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel um 42,55 Punkte oder 0,35 % auf 12 273,12 Zähler, nachdem er im Verlauf ein neues Jahreshoch markiert hatte.. Der breiter gefasste Topix gab um 2,02 Punkte oder 0,16 % nach und ging beim Stand von 1250,10 Punkten aus dem Markt. Die Märkte in Singapur, Hongkong, Südkorea und Australien sowie der MSCI-Index von asiatischen Aktien außerhalb Japans lagen ebenfalls im Minus. Die Börse in Taiwan schloss kaum verändert.

Der Dollar notierte um 15.00 Uhr Ortszeit fester mit 109,67-69 Yen nach 109,32-35 Yen am Vortag. Der Euro fiel auf 1,2316-18 Dollar nach 1,2347-50 Dollar am Vortag zur gleichen Zeit.

"Die hohen Ölpreise sind ein großes Problem und wenn sie sich auf die US-Konsumausgaben auszuwirken beginnen, belastet das die Exporte der Unternehmen", sagte Analyst Cho Seong Joon von Meritz Securities in Seoul. "Der Markt gibt auch nach wegen des Anstieges des US-Preisindexes." Im Juli sind die Verbraucherpreise in den USA wegen hoher Energiekosten etwas stärker als erwartet gestiegen.

Nach Gewinnmitnahmen zum Beginn des Handels habe es bei weiter guter Grundstimmung zunächst eine Rotation in exportsensitive Technologieaktien gegeben. Danach seien zusehends auch wieder binnenkonjunkturabhängige Aktien und die zuletzt verbilligten Papiere von Automobilunternehmen gekauft worden, berichteten Händler. Die zwischenzeitliche Tendenzwende führten Marktbeobachter zudem auf plötzliche Kursgewinne bei Finanzwerten zurück, nachdem die Papiere der Banken in den vergangenen Tagen zurückgeblieben waren.

Zum Ende des Handels hätten dann aber Gewinnmitnahmen den Index wieder ins Minus gezogen, besonders bei Schwergewichten wie KDDI und Advantest, hieß es. Als Zeichen dafür, dass Privatanleger Kursschwächen schnell zum Einstieg in den Markt nutzen, werteten Beobachter die Kursgewinne bei Papieren wie Yahoo Japan (+3,2 % auf 261 000 Yen), Softbank (+7,5 % auf 5 450 Yen) und Fast Retailing (+2,4 % auf 7.770 Yen). Softbank hätten davon profitiert, dass das Unternehmen seine Vermarktungsaktivitäten im Bereich Telekommunikationsdienstleistungen enstellen will.

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