Euro gibt nach
Märkte in Fernost fester

Die fernöstlichen Aktienbörsen haben am Freitag von neuen Anzeichen auf eine Erholung der japanischen und der US-Wirtschaft profitiert.

Reuters TOKIO/SINGAPUR. Weitere Hinweise auf die Belebung der US-Wirtschaft werden von den nach dem Schluss der Fernost-Börsen zur Veröffentlichung anstehenden US-Konjunkturdaten erwartet. Der Euro gab gegenüber dem Dollar leicht nach. Auch der Goldpreis fiel leicht vor dem langen Wochenende in den USA. Am Montag bleiben die US-Börsen wegen des Feiertages Labour Day geschlossen.

Der Tokioter Aktienmarkt schloss nach überraschend positiven japanischen Konjunkturdaten fester. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg um 1,16 % auf rund 10 343 Punkte. Die japanische Regierung hatte zuvor einen überraschend starken Anstieg der Industrieproduktion im Juli bekannt gegeben. Dieser fiel mit saisonbereinigt plus 0,5 % zum Juni stärker aus als von Analysten erwartet. Bereits in den USA hatte Konjunkturoptimismus den US-Aktienbörsen zu höheren Kursen verholfen, nachdem die Wachstumszahlen für die US-Wirtschaft im zweiten Quartal überraschend stark ausgefallen waren.

„Es sieht so aus, dass sich sowohl die heimische (japanische) Wirtschaft wie auch die ausländischen Volkswirtschaften auf dem Weg der Erholung befänden“, sagte Norihiro Fujito von der Investmentbank Mitsubishi Securities. „Die Konjunktur erholt sich definitiv“, fügte Peter Morgan von der HSBC Securities hinzu. Es sei wichtig, dass es der US-Wirtschaft besser gehe und damit die Exporte stiegen.

Fester tendierten am Freitag auch die meisten anderen Fernostbörsen. Die Börse in Hongkong legte dabei um 1,2 % zu. Die Börsenindizes von Seoul und Taiwan stiegen um 0,88 % sowie um 2,3 %. Am Freitag erwarten Analysten neue Daten zur Lage der US-Wirtschaft: unter anderem die Statistik über die Konsumausgaben im Juli sowie der Michigan-Index zum US-Verbrauchervertrauen. Im Fokus werde auch die für den Nachmittag (16.00 Uhr MESZ) erwartete Rede von US-Notenbankchef Alan Greenspan stehen, hieß es.

Der Euro schwächte sich gegenüber dem Dollar leicht ab. Die Gemeinschaftswährung notierte im Fernosthandel mit 1,0875 Dollar nach 1,0882 Dollar beim Vortagsschluss in New York. Als Grund für die Abschwächung des Euro wird die unterschiedliche Konjunkturentwicklung in den USA und Europa genannt. Während sich die US-Wirtschaft belebt, gibt es in Europa wenig Anzeichen für eine Konjunkturerholung.

Der Goldpreis fiel im Fernosthandel auf 369,25 Dollar je Feinunze von 370,10 Dollar je Feinunze beim Vortagsschluss in New York. Viele Marktteilnehmer hätten vor dem langen Wochenende in den USA ihre Gewinne mitgenommen, sagten Händler.

Am Donnerstag hatten die US-Börsen fester geschlossen. Der Standardwerte-Index Dow Jones ging um 0,43 % höher mit rund 9374 Punkten aus dem Markt. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,01 % auf rund 1800 Punkte. Auch die Frankfurter Börse hatte den Tag im Plus beendet.

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