Euro in Fernost stabiler
Tokioter Börse im Minus

Der Euro hat am Donnerstag in Fernost nach Einschätzung von Händlern seinen wochenlangen Abwärtstrend gestoppt. Die Tokioter Börse schloss im Minus, nachdem Händler Gewinne aus den vorangegangenen Tagen realisierten. Im Laufe des Donnerstag wurden neue Zahlen zur US-Konjunktur erwartet.

Reuters TOKIO/SINGAPUR. Für das Nachlassen des Abwärtsdrucks auf den Euro machten Händler jüngste Daten aus der Euro-Zone verantwortlich, nach denen sich die größten Volkswirtschaften dort auf dem Wege der Erholung befinden könnten. „Angesichts der Fundamentaldaten in Deutschland, Frankreich und Italien - den größten Volkswirtschaften der Euro-Zone - würde es mich jedoch nicht überraschen, wenn der Euro weiter in Richtung Parität (1,00 Dollar) fallen würde“, sagte Michihisa Tanimoto von Sumitomo Life Insurance. „Aber wir haben in den jüngsten Wirtschaftsdaten Zeichen der Stärke gesehen. 1,08 Dollar ist eine technische Unterstützungslinie“, fügte er hinzu.

Der Euro wurde wenig verändert mit 1,0853 Dollar gehandelt, etwa einen halben Cent über dem Vier-Monats- Tiefstand von vor einigen Tagen. Für einen Euro mussten 127,56 Yen bezahlt werden, mehr als der jüngste fünfmonatige Tiefstand.

Der Aktienmarkt in Tokio schloss im Minus. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen sowie einer abwartenden Haltung vor den im Laufe des Tages anstehenden US-Konjunkturdaten und der für Freitag erwarteten Juli-Zahlen zur japanischen Industrieproduktion. US-Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal und zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe wurden um 14.30 Uhr (MESZ) erwartet.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte sank um 0,81 % auf 10 225,22 Punkte. Am Mittwoch hatte er ein 13-Monats-Hoch erreicht. Der bereiter gefasste TOPIX-Index ging um 0,72 % zurück und lag bei 993,51 Punkten.

„Im Prinzip ist der Markt in Wartestellung wegen der Daten zur Industrieproduktion“, sagte Koji Muneoka von HSBC. Nach dem Anstieg der vergangenen Tage hätten Gewinnmitnahmen die Kurse einiger Werte wie Nippon Steel gedrückt. Dagegen legten Bankaktien wie die von Mitsubishi Tokio Financial Group zu.

An den anderen fernöstlichen Märkten war die Tendenz uneinheitlich. Während die Indizes in Hongkong und Singapur im Plus notierten, verzeichneten die Börsen in Südkorea und Taiwan Kursrückgänge.

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