Euro kann Gewinne halten
Technologiewerte in Tokio unter Druck

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat nach den kräftigen Gewinnen des Vortags einen leichten Dämpfer bekommen.

HB TOKIO. Im Sog der Enttäuschung über die jüngste Umsatzprognose des größten Handyherstellers Nokia wurden in Tokio Sharp-Aktien und andere Technologiewerte verkauft.

Bessere Zahlen zum Wachstum der japanischen Volkswirtschaft kamen vor allem Bank-Werten zugute. Aktien von Fluggesellschaften waren durch Berichte über einen neuen Fall der lebensgefährlichen Lungenkrankheit Sars belastet.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte gab um 0,6 Prozent oder 65,72 Punkte auf 10 865,32 Zähler nach. Der breiter angelegte Topix rutschte um 0,17 Prozent oder 1,73 Punkte auf 1043,98 Punkte ab. Am Dienstag war der Nikkei um fast 240 Punkte auf den höchsten Stand seit 14 Monaten mit mehr als 10 900 Punkten gestiegen.

Die Börse in Singapur erholte sich leicht von den Verlusten des Vortages, die vor allem von der Angst vor einer neuen Sars-Epidemie ausgelöst worden waren. In Südkorea wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt.

Händler sind vom japanischen Markt überzeugt

Händler zeigten sich dennoch von der Stärke des japanischen Marktes überzeugt. „Der Markt hält sich gut“, sagte Ken Masuda von Shinko Securities. „Aber ich glaube wir werden am Ende des Tages schwächer sein. Die BIP-Zahlen waren gut, wurden aber bereits gestern weitgehend eingepreist.“ Die japanische Regierung hatte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach oben korrigiert. In den Monaten April bis Juni wuchs die japanische Wirtschaft demzufolge um 1,0 anstatt der zuvor geschätzten 0,6 Prozent. Die Zahlen bestätigten, dass sich die japanische Wirtschaft nach Jahren der Krise auf dem Weg der Erholung befindet.

In New York hatte der Standardwerte-Index Dow Jones am Vorabend nach einem enttäuschenden Umsatzausblick des größten Handyherstellers Nokia um 0,83 Prozent niedriger mit rund 9507 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,82 Prozent auf etwa 1023 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,8 Prozent auf rund 1873 Punkte.

Zweifel an der Erholung der US-Wirtschaft

Zweifel der Händler an der Beständigkeit der Erholung der US-Wirtschaft hielten den Dollar in Fernost weiter unter Druck, so dass der Euro seine deutlichen Gewinne hielt und nur wenig verändert zur US-Währung notierte. Jüngste US-Konjunkturdaten hatten gezeigt, dass der Arbeitsmarkt kaum vom jüngsten Aufschwung profitierte. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte am Vormittag in Tokio bei 1,1222 Dollar nach 1,1221 im späten New Yorker Handel. Am Vortag hatte der Euro um eineinhalb Cent zugelegt.

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