Euro stieg wieder leicht an
Nikkei fällt auf Jahrestief

Gewinnmitnahmen und Sorgen vor der weiteren Wirtschaftsentwicklung haben die Aktienmärkte in Asien am Dienstag trotz besser als erwartet ausgefallenen Daten zum japanischen Wirtschaftswachstum belastet. Der Euro stieg nach dem Tiefstand der vergangenen Tage wieder leicht an.

HB SINGAPUR. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio beendete den Handel 1,1 Prozent niedriger bei 10 825 Punkten und schloss damit auf dem niedrigsten Stand seit dem 13. Dezember 2004. Der breiter gefasste Topix-Index verlor rund ein Prozent auf 1 111 Zähler. Die Börsen in Taiwan, Singapur und Südkorea gaben ebenfalls nach. In Hongkong verlor der Hang Seng nach einem handelsfreien Vortag um mehr als anderthalb Prozent.

In Tokio machten Händler Gewinnmitnahmen nach guten japanischen Wirtschaftsdaten für die Verluste verantwortlich. Die Regierung hatte am Dienstag mitgeteilt, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im ersten Quartal 2005 preisbereinigt um 1,3 Prozent gestiegen. Analysten hatten lediglich mit einen Zuwachs von 0,6 Prozent gerechnet. Die überraschend guten Zahlen konnten den Anlegern zufolge aber nicht die generelle Sorge über die Entwicklung der japanischen und US-amerikanischen Wirtschaft und den Mangel an ausländischen Investoren vertreiben. „Schließlich zeigen die BIP-Zahlen die Vergangenheit“, sagte Yutaka Miura von Shinko Securities. „Sie können nicht die Bedenken über die wirtschaftlichen Aussichten zerstreuen.“

Zu den Verlierern des Tages zählten die Aktien des Frachtschiff-Betreibers Nippon Yusen, dessen Anteile 3,2 Prozent nachgaben. Die Aktien von Mitbewerber Mitsui OSk Lines sanken um 2,4 Prozent. Die Branche leidet zur Zeit unter dem sich zuspitzenden Konflikt zwischen den USA und China über den Import chinesischer Billigtextilien. Ende der vergangenen Woche hatten die USA eine Importquote für Hosen, Hemden und Unterwäsche aus China angekündigt.

In New York hatte die US-Börsen am Montag dank weiter sinkenden Ölpreisen und Aussichten auf höhere Konsumausgaben mit kräftigen Kursgewinnen geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte zog um 1,1 Prozent auf 10.252 Punkte an. Der breiter gefasste S&P gewann ein Prozent auf 1166 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,9 Prozent auf 1994 Stellen zu.

Im Devisenhandel notierte der Dollar zum Euro im Plus bei Kursen um 1,2634 Dollar nach 1,2629 Dollar zum späten Kurs in New York. Zum Yen legte die US-Währung etwas zu und lag bei 107,15 Yen nach 106,85 Yen im späten US-Handel.

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