Euro tendierte bei Kursen um 1,2050 Dollar leicht schwächer
Zinsspekulationen drücken Nikkei ins Minus

Zunehmende Spekulationen über eine Zinserhöhung in den USA haben am Freitag den Aktienmarkt in Tokio belastet. Weiterer wesentlicher Belastungsfaktor an der asiatischen Leitbörse war der hohe Ölpreis. Unter Druck gerieten vor allem Aktien, die zuletzt von der Erholung der japanischen Wirtschaft profitiert hatten: die Titel von Einzelhändlern und Versicherern.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,15 % tiefer bei 11 438 Punkten. Der breite gefasste Topix-Index ging mit 1,23 % im Minus bei 1150 Zählern aus dem Handel. Allerdings seien die Verkäufe begrenzt, sagten Händler.

Von den US-Arbeitsmarktdaten für April, die am Nachmittag (14.30 MESZ) veröffentlicht werden, erwarteten Händler Aufschluss über die Zinsentwicklung in den USA. Gute Zahlen würden auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im August oder vielleicht sogar schon im Juni deuten. „Wie wollen sehen, wie stark und wann die Fed die Zinsen erhöhen wird, und von den Arbeitsmarktdaten erwarten wir uns einen Hinweis“, sagte Kenichi Azuma von Cosmo Securities. In dieser Woche hatte die Fed ein baldiges Ende der Niedrigzins-Phase in „maßvollem Tempo“ angedeutet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Donnerstag die Leitzinsen unverändert bei 2,00 % belassen.

Zu den Verlieren an der Tokioter Börse zählte die Aktien von Mitsubishi Motors. Die Titel des angeschlagenen Autoherstellers fielen um 4,6 %, nachdem am Vortag sieben frühere Führungskräfte des Konzerns im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einem Rückruf beim LKW-Bauer Mitsubishi Fuso festgenommen worden waren. Die Kurse an den Börsen in Hongkong und Singapur gaben ebenfalls nach. Der Markt in Taiwan legte dagegen deutlich zu. Die Börse in Südkorea notierte leicht im Plus.

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