Euro unter Druck
Tokios Börsen treten auf der Stelle

Am Donnerstag haben die asiatischen Aktienmärkte kein einheitliches Bild abgegeben. Vor der Veröffentlichung japanischer Konjunkturdaten schlossen die wichtigen Indizes in Tokio kaum verändert bis schwächer. Belastend wirkte sich nach Händler zudem eine Herabstufung für die Versicherungsbranche aus. Der Euro blieb mit Kursen um 1,1760 Dollar weiter unter Druck.

HB TOKIO/SINGAPUR. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit plus 0,06 % nahezu unverändert zu seinem Vortagesstand bei 14 080 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index sank bis Handelsschluss um 0,20 % auf 1484 Zähler. Zurückhaltung der Anleger vor der Veröffentlichung neuer Konjunkturdaten prägte das Geschäft in Tokio.

Die Händler mieden vor allem Titel von Banken und Versicherern, die den Motor der jüngsten Rally bildeten. Vereinzelt wurden Aktien von Firmen nachgefragt, die bessere Gewinnaussichten versprachen. Zu den Gewinnern gehörten die Aktien von Nippon Telegraph und Telephone (NTT). Ihre Aktien stiegen um 3,37 %. Die Firma hatte zuvor eine Konsolidierung des Konzerns angekündigt. Die Titel von Olympus kletterten auf ein Zwei-Jahres-Hoch - sie schlossen 4,55 % höher. Am Vortag hatte der Kamerahersteller angekündigt, sich künftig mehr auf jene Produkte zu konzentrieren, die die Profitabilität des Unternehmens steigern.

Gefragt waren auch Tokyo Electron und Kyocera, die um 2,1 % auf 6270 Yen bzw. um 1,2 % auf 7850 Yen stiegen. Advantest-Papiere legten um 0,4 % auf 9060 Yen zu. In den konjunktursensiblen Sektoren wie Banken, Bau und Immobilien wurden Gewinne mitgenommen. Die Papiere der Mitsubishi Financial Group ermäßigten sich um 0,6 % auf 1 550 000 Yen. Die Aktien von Daiwa Securities gaben um 2,2 % auf 993 Yen nach. Heiwa Real Estate büßte 2,9 % auf 603 Yen ein. Die Papiere des Maschinenbauers Fanuc fielen um 0,5 % auf 9300 Yen. Mitsubishi Motors verzeichnete einen Verlust von 2,9 % auf 307 Yen, obwohl das Unternehmen das erste Halbjahr mit einem unerwartet geringen Verlust abgeschlossen und seinen Jahresausblick bestätigt hatte.

An den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong Taiwan und Singapur zeichnete sich ebenfalls keine einheitliche Tendenz ab. Im Devisenhandel tendierte der Dollar in engen Spannen zu seinem Zwei-Jahres-Hoch zu Euro und zu Yen. Händler erwarteten für den Nachmittag (MEZ) die US-Handelszahlen und daraus Rückschlüsse auf die weitere Tendenz der US-Währung. Es geht vor allem um die Frage, inwieweit die gestiegenen Energiepreise das US-Handelsbilanzdefizit vergrößert haben. Analysten warnten, dass unerwartet schlechte Zahlen zu Gewinnmitnahmen beim Dollar führen könnten. Zum Yen lag der Dollar bei 117,77 Yen und damit ebenfalls etwas höher als zuletzt in New York. Der Euro lag kaum verändert bei 1,1758 Dollar nach 1,1760 Dollar am Vortag.

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