Eurokurs gestiegen: Ratingherabstufung wirkt kaum nach

Eurokurs gestiegen
Ratingherabstufung wirkt kaum nach

Die Herabsetzung von neun Euro-Ländern durch die Ratingagentur S&P konnte dem Eurokurs heute nur wenig anhaben. Nach dem Kurssturz auf den niedrigsten Stand seit 16 Monaten am Freitag bewegt sich der leicht ins Plus.
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FrankfurtDer Kurs des Euro hat sich am Montag von seinen am Freitag erlittenen Verlusten erholt. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hatte am Freitag in einem Rundumschlag die Kreditwürdigkeit einer Reihe von Euro-Ländern herabgestuft. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2667 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro nur bei 1,2626 Dollar notiert.

Im Zuge der ersten Meldungen über den S&P-Rundumschlag war er am Freitag bis auf 1,2624 Dollar gefallen - den niedrigsten Stand seit 16 Monaten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2669 (Freitag: 1,2771) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7893 (0,7830) Euro.

„Die Herabstufungen von neun Ländern der Eurozone durch S&P hatte am Montag keine großen Nachwirkungen mehr“, sagte Viola Stork, Devisenexpertin bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Der Euro sei bereits am Freitagnachmittag unter Druck geraten, als die ersten Gerüchte am Markt aufkamen. „Die Aktion von S&P war zudem erwartet worden, was die geringe Bewegung am Devisenmarkt erklärt“, sagte Stork. Die Ratingagentur hatte am vergangenen Freitag die Bonität Frankreichs sowie acht weiterer Euro-Länder herabgestuft. Darunter waren auch die großen Euro-Krisenländer Italien und Spanien.

Für eine gewisse Verunsicherung könne in den kommenden Tagen auch die angespannte Situation in Griechenland sorgen, sagte Stork. Die „Troika“ der internationalen Helfer kehrt zur Überprüfung der Sparmaßnahmen zurück. Zudem gehen die Verhandlungen mit den Banken über den geplanten Schuldenschnitt in die entscheidende Phase.

Im Nachmittagshandel bewegte sich der Eurokurs kaum. In den USA war der Handel wegen eines Feiertages geschlossen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82745 (0,83320) britische Pfund, 97,25 (98,06) japanische Yen und 1,2093 (1,2100) Schweizer Franken fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.641,00 (Vortag: 1.635,50) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 43.980,00 Euro (43.490,00 Euro).

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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