Europa-Börsen
EuroStoxx von Bankenwerten gestützt

Gestützt auf Kursgewinne der Banken haben die europäischen Börsen am Montag zugelegt. Die anhaltenden Verunsicherung über die US-Konjunktur verhinderte aber ein größeres Plus.

HB FRANKFURT. Der Dow Jones Stoxx50 der größten europäischen Börsenwerte stieg um 0,3 Prozent auf 3 549 Punkte. Gleichzeitig zog der EuroStoxx50 der wichtigsten börsennotierten Firmen der Euro-Zone um 0,5 Prozent auf 4 246 Zähler an.

„Wir nähern uns dem Punkt, an dem die US-Konjunktur in eine Rezession abrutschen könnte“, sagte Arthur von Slooten, Aktienstratege der Societe Generale. „Aber wir rechnen immer noch mit einem Wachstum in der zweiten Jahreshälfte.“ Schließlich habe die US-Notenbank weitere Zinssenkungen in Aussicht gestellt, um die weltgrößte Volkswirtschaft anzukurbeln.

Die Finanzaktien erhielten Börsianern zufolge von Spekulationen um milliardenschwere Finanzspritzen für die krisengeschüttelten US-Banken Auftrieb. Zeitungsberichten zufolge wollen sich die Citigroup und Merrill Lynch frisches Geld besorgen. Ein Großteil solle von einem kuwaitischen Staatsfonds und chinesischen Investoren kommen. Beide US-Banken haben für die kommenden Tage die Veröffentlichung ihrer Bilanzen angekündigt.

Unter den großen europäischen Finanzwerten gehörten die in London gelisteten Aktien von Barclays mit einem Plus von 3,4 Prozent auf 481,25 Pence zu den Favoriten. An der Pariser Börse zogen die Titel der BNP Paribas um zwei Prozent auf 74,13 Euro an.

Stark gefragt waren außerdem die britischen Immobilienwerte. Der Hedge Fonds Laxey Partners will bei Anlegern eine Milliarde Pfund einsammeln und dieses Geld in den seit Monaten unter einer Branchenschwäche leidenden Sektor investieren. Auf den ersten drei Plätze der FTSE-Gewinnerliste lagen die Immobilienfirmen Hammerson, Land Securities und Liberty. Deren Aktien legten zwischen fünf und 7,5 Prozent zu.

In Paris beflügelten Spekulationen auf eine Lösung im Streit mit Großaktionär Sacyr-Vallehermoso die Titel von Eiffage. Sie stiegen in der Spitze um 11,3 Prozent auf 64,60 Euro. Minderheitseigner des französischen Baukonzerns hatten die Annahme der Sacyr-Übernahmeofferte in Aussicht gestellt. Der spanische Konzern hält bereit rund ein Drittel der Eiffage-Anteile und versucht seit Monaten, die Kontrolle zu übernehmen.

Unter Verkaufsdruck gerieten dagegen die Papiere von Gaz de France und Suez, die sich um drei Prozent auf 39,52 Euro beziehungsweise um 2,2 Prozent auf 45,38 Euro verbilligten. Die französische Bank Credit Agricole will sich von ihrem rund zweiprozentigen Anteil an Suez trennen. Der Versorger steht vor der Fusion mit dem Konkurrenten Gaz de France. Börsianern zufolge wurden die Suez-Aktien in einer Spanne von 43,75 bis 45 Euro platziert.

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