Europa-Börsen
Kleines Minus nach deutlichem Vortagsgewinnen

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Dienstag nach den deutlichen Vortagsgewinnen etwas schwächer aus dem Handel gegangen. Marktteilnehmer verwiesen zudem auf die Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten, die ein wenig auf die Stimmung gedrückt hätten.

Paris/London (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft war im dritten Quartal nicht so deutlich gewachsen, wie ursprünglich gemeldet. Zudem hatte sich die Erholung des Immobilienmarktes im September verlangsamt. Das Verbrauchervertrauen hatte sich allerdings im November überraschend aufgehellt.

Der Eurostoxx 50 fiel um 0,71 Prozent auf 2 877,58 Zähler. Der Pariser CAC-40-Index verlor 0,75 Prozent auf 3 784,62 Zähler. In London gab der Ftse 100 um 0,59 Prozent auf 5 323,96 Punkte nach. "Es tut ganz gut, ein wenig rote Kurse zu sehen. Die jüngste Euphorie am Markt war schwer nachzuvollziehen und ist ein wenig zu weit gelaufen", sagte Stratege Howard Wheeldon von BGC Partners.

Die größten Verluste gab es im Bankensektor Der entsprechende Unterindex gab um mehr als ein Prozent nach. Titel der angeschlagenen britischen Lloyds Banking Group stemmten sich allerdings dem Branchentrend entgegen, obwohl sie Händlern zufolge Mitverursacher der schlechten Stimmung waren. Die Bank lockt die Investoren bei ihrer anstehenden Kapitalerhöhung mit einem hohen Abschlag. Die neuen Aktien werden zu 37 Pence das Stück angeboten, am Dienstag gingen die Titel mit einem Aufschlag von 2,56 Prozent auf 93,18 Britische Pence aus dem Handel und waren damit bester Wert im Ftse 100. Die Maßnahme habe zusammen mit Verlusten asiatischer Finanzwerte auf der Stimmung im Sektor gelastet, hieß es von Händlern. Den trotzdem deutlichen Kursaufschlag bei Lloyds-Titeln führten sie darauf zurück, dass der Markt einen noch größeren Abschlag befürchtet habe.

Im Eurostoxx 50 gehörten Societe Generale mit einem Minus von 3,23 Prozent auf 47,505 Euro zu den schwächsten Werten. BNP Paribas verloren 2,63 Prozent auf 56,62 Euro. Unicredit gaben um 1,95 Prozent auf 2,3 825 Euro nach. In Zürich verloren UBS zusätzlich belastet von einer negativen Studie von Merrill Lynch 2,00 Prozent auf 16,16 Schweizer Franken. Aber auch für Credit Suisse , die in der Studie deutlich besser als der Branchenkollege weggekommen war, ging es mit einem Abschlag von 1,96 Prozent auf 55,05 Franken deutlich nach unten.

Minenwerte legten ebenfalls nach den kräftigen Gewinnen vom Vortag den Rückwärtsgang ein. Vedanta verloren 2,65 Prozent auf 2 393,38 Britische Pence. Rio Tinto gaben sogar um 2,85 Prozent auf 3 172,00 Pence nach. Händlern zufolge gibt es Gerüchte, dass sich die staatliche Chinalco von ihrem Anteil an Rio Tinto trennen müsse. Rio Tinto lehnte einen Kommentar ab.

Gegen den Trend hielten sich Carrefour mit plus 3,09 Prozent auf 32,525 Euro an der Spitze im Eurostoxx 50. Jpmorgan hatte die Titel des französischen Einzelhändlers von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 33 auf 40 Euro erhöht. Zudem wurden die Papiere in die "Analyst Focus List" aufgenommen. Die Chancen für eine erfolgreiche Trendwende stünden bei 80 Prozent und diese sei die Basis für das neue Kursziel, hieß es in der Studie. Einer teilweisen Zerschlagung, die dann zu einem Wert je Aktie von 52 Euro führen würde, werde eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent zugestanden.

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