Europa-Börsen
Treten auf der Stelle – trotz schlechter US-Vorgaben

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Freitag überwiegend kaum verändert geschlossen. Auf die Veröffentlichung des gemischt ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichts am frühen Nachmittag hatten die Märkte zunächst mit deutlichen Verlusten reagiert.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Freitag überwiegend kaum verändert geschlossen. Auf die Veröffentlichung des gemischt ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichts am frühen Nachmittag hatten die Märkte zunächst mit deutlichen Verlusten reagiert. Dann folgten die Anleger der freundlichen Eröffnung der Wall Street. Die anschließende Berg- und Talfahrt in New York sorgte in Europa für Verunsicherung. In den USA war zwar war die Beschäftigtenzahl etwas stärker gesunken als von Experten erwartet. Allerdings waren in den beiden Vormonaten deutlich weniger Stellen abgebaut worden als ursprünglich gemeldet. Arbeitslosenquote und Stundenlöhne waren überraschend deutlich geklettert.

Der Eurostoxx 50 ging mit plus 0,03 Prozent auf 2 794,25 Zähler aus dem Handel. Im Wochenvergleich konnte der Index damit 1,85 Prozent hinzugewinnen. In Paris gab der CAC-40-Index am Freitag um 0,04 Prozent auf 3 707,29 Punkte nach. Der Londoner Ftse 100 stieg um 0,33 Prozent auf 5 142,72 Zähler.

Bankaktien fanden sich weit überwiegend in den Spitzengruppen der Indizes wieder. In London sprangen Royal Bank of Scotland (RBS) mit einem Plus von 5,25 Prozent auf 37,291 Britische Pence auf den zweiten Platz im Ftse 100. Binnen dreier Monate hatte die Bank ihren operativen Verlust von 3,5 Mrd. auf 1,5 Mrd. Pfund eindämmen können. Grund waren rückläufige Belastungen insbesondere aus faulen Krediten. Eine rasche Erholung schloss Bankchef Stephen Hester aber erstmal aus: "Die Reise wird noch ein paar Jahre dauern." Frühestens in zwei Jahren sieht er sein Unternehmen wieder Gewinne schreiben.

Papiere von Credit Agricole verteuerten sich um 3,31 Prozent auf 14,05 Euro und waren damit bester Weit im Eurostoxx 50. Die französische Bank hat nach den Worten ihres Chefs im abgelaufenen Jahresviertel noch besser abgeschnitten als im Quartal davor.

L"Oreal waren hingegen mit einem Abschlag von 1,71 Prozent auf 70,08 Euro einer der schwächsten Indexwerte. Zwar waren die Umsätze des französischen Kosmetikkonzerns im dritten Quartal auf vergleichbarer Basis wieder gestiegen, doch eine weltweite Nachfragebelebung sieht das Unternehmen vorerst nicht.

Aktien von Fluggesellschaften rückten nach Zahlen von British Airways in den Blick. Die britische Fluglinie war im ersten Geschäftshalbjahr auch wegen schrumpfender Passagierzahlen im Premium-Segment tiefer in die Verlustzone gerutscht. Auch niedrigere Zinsen, hohe Rentenlasten und Umbaukosten hatten nun auf das Ergebnis gedrückt. British Airways kündigte an, noch mehr Stellen abzubauen als geplant. Die Aktien legten um 6,71 Prozent auf 198,75 Pence zu und waren damit bester Wert im Ftse 100. Andere Airline-Titel wie Iberia und Air France-KLM stiegen ebenfalls.

Titel von Baustoffherstellern litten dagegen unter schlechten Zahlen des französischen Branchenvertreters Lafarge . Der Konzern hatte im dritten Quartal einen stärkeren Umsatzeinbruch als erwartet hinnehmen müssen. In den entwickelten Märkten dürfte sich das Geschäftsumfeld erst im zweiten Halbjahr 2010 erholen, meinen die Franzosen. Lafarge-Titel rutschten mit einem Abschlag von 3,74 Prozent auf 55,82 Euro an das Ende des CAC 40. Die seit kurzem im Eurostoxx 50 gehandelten Titel des irischen Baustoffherstellers CRH verbilligten sich um 2,88 Prozent auf 17,45 Euro und belegten damit den letzten Indexplatz.

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