Europäische Aktienbörsen
Zahlenflut lähmt Anleger

Die meisten europäischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag kaum bewegt. Im Blickpunkt der Anleger stand eine Vielzahl von Unternehmen mit Quartalszahlen.

Paris/London (dpa-AFX) - Die meisten europäischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag kaum bewegt. In New York hatte der US-Leitindex Dow Jones am Vortag angesichts der Aussicht auf weiterhin niedrige Zinsen und einer kräftig angezogenen chinesischen Industrieproduktion zwar ein neues Jahreshoch erreicht, konnte seine Gewinne aber nicht vollständig bis Handelsschluss halten. In Tokio waren die Indizes etwas schwächer aus dem Handel gegangen. In der Eurozone stieg die Industrieproduktion im September schwächer als erwartet. Am Nachmittag stehen von Konjunkturseite noch die wöchentlichen Zahlen der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA auf dem Programm.

Gegen Mittag gewann der Eurostoxx 50 zuletzt 0,02 Prozent auf 2 881,52 Punkte. Für den Pariser CAC-40-Index ging es um 0,10 Prozent auf 3 818,09 Zähler nach oben. Der Ftse 100 in London stieg um 0,26 Prozent auf 5 280,19 Punkte.

Im Blickpunkt der Anleger stand eine Vielzahl von Unternehmen mit Quartalszahlen. Die Aktien von Anheuser-Busch Inbev gehörten mit einem Minus von 2,26 Prozent auf 31,370 Euro zu den Verlierern im Eurostoxx 50. Der weltgrößte Brauereikonzern enttäuschte beim Erlös. Auch Finanztitel wie ING und Credit Agricole verloren an Wert. Aktien von Aegon lagen am Indexende. Der niederländische Finanzkonzern kehrte nach langer Durststrecke im dritten Quartal zwar in die Gewinnzone zurück, im Vergleich zum Vorjahr lag das Neugeschäft in der Lebensversicherung allerdings immer noch 22 Prozent im Minus. Die Papiere verloren 4,00 Prozent auf 5,259 Euro.

In London bauten die Aktien des britische Telekomkonzern BT Group ihre Gewinne aus und kletterten um 4,08 Prozent auf 147,772 Pence. Der Konzern hob nach einem über den Erwartungen liegenden Quartalsgewinn seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an und stellte eine höhere Dividende in Aussicht.

Die Aktien des französischen Energiekonzerns GDF Suez büßten trotz eines bestätigen Gewinnausblick 0,20 Prozent auf 29,58 Euro ein. Aufgrund gesunkener Rohstoffpreise setzte der Konzern allerdings weniger um und verdiente auch weniger als im Vorjahr.

Telefonica-Titel konnten ihre anfänglichen leichten Verluste abschütteln und gewannen 0,66 Prozent auf 19,1 150 Euro. Beim spanischen Telekomkonzern ist der operative Gewinn in den ersten neun Monaten des Jahres zwar gesunken, unter dem Strich verdiente der Konzern aber soviel wie im Vorjahreszeitraum.

Die Papiere des spanischen Ölkonzerns Repsol-YPF hingegen drehten nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und gaben 0,40 Prozent auf 18,7 450 Euro ab. Der spanische Ölkonzern Repsol hat im dritten Quartal zwar erneut einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten, Analysten hatten einen noch schärferen Rückgang befürchtet.

Gegen 13 Uhr legt der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart sein Zahlenwerk für das dritte Quartal vor. Das könnte die Aktien von europäischen Einzelhändlern wie Carrefour und Tesco beeinflussen. Beide Titel notierten bis zum Mittag im Plus. Erst nach Börsenschluss kommen aus Frankreich der Mischkonzern Vivendi und der Baukonzern Vinci mit Zahlen zum dritten Quartal.

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