Europäische Aktienmärkte
Eurostoxx nähert sich 2 800-Punkte-Marke

Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch wegen der Hoffnung auf weitere konjunkturstützende Maßnahmen der Notenbanken zugelegt. Der Eurostoxx 50 gewann 0,78 Prozent und baute damit seine deutlichen Vortagsgewinne aus.

dpa-afx PARIS/LONDON. Zwischenzeitlich hatte sich der Eurostoxx 50 bis auf sieben Punkte der Marke von 2 800 genähert. In Paris gewann der CAC-40-Index schließlich 0,88 Prozent auf 3 764,91 Punkte und der Londoner Ftse 100 stieg um 0,81 Prozent auf 5 681,39 Punkte.

Der Bericht des US-Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) sei nur anfangs negativ aufgenommen worden. Nach einiger Zeit habe der schwache ADP-Bericht, der als zuverlässiger Indikator für die Entwicklung des Arbeitmarkts gilt, die Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik genährt, sagten Händler. Immer mehr Leute rechnen nach Einschätzung des Unicredit-Aktienstrategen Tammo Greetfeld damit, dass die US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung den Märkten noch mehr Geld zur Verfügung stellt. Das helfe den Aktienmärkten derzeit.

Eine wahre Kursrallye legten die Aktien des Billigfliegers Easyjet an den Tag. Die Papiere sprangen nach Passagierzahlen und einer erhöhten Gewinnprognose um 11,99 Prozent nach oben auf 433,30 Pence. Im September ist die Zahl der Passagiere laut Unternehmensangaben um etwa acht Prozent gestiegen. Für das Gesamtjahr dürfte der Vorsteuergewinn von Easyjet nunmehr über 150 Mill. Pfund liegen und damit höher als die zuvor angepeilte Gewinnspanne von 100 bis 150 Mill. Pfund, kommentierte ein Analyst.

Ebenfalls deutlich im Plus waren die Papiere der Minenkonzerne, die allesamt von steigenden Rohstoffpreisen profitierten. So legten die im Stoxx 50 notierten Aktien von Anglo American , BHP Billiton und Rio Tinto zwischen drei und vier Prozent zu.

Die Aktien des Netzwerkausrüsters Ericsson rutschten dagegen 2,57 Prozent auf 72,00 schwedische Kronen ab. Zuvor hatte die kanadische RBC-Bank in einer Studie von "nicht sonderlich beeindruckenden Ergebnissen" in der nahen Zukunft geschrieben. Ericsson leide unter Währungseinflüssen und einem Mangel an Innovationen bei den Produkten, hieß es weiter in der Analyse. Die Studie habe Sorgen über die Gewinnentwicklung bei Ericsson ausgelöst, meinten Händler.

An der Börse in London verloren die Aktien des Ölfeldausrüster Wellstream 2,44 Prozent auf 761,00 Pence nach einer gescheiterten Übernahme durch den US-Mischkonzern General Electric (GE) . Die Amerikaner hatten sich mit ihrem Übernahmeangebot eine Abfuhr geholt. Die Briten hätten das Angebot von 755 Mill. britischen Pfund (866 Mill. Euro) oder 750 Pence je Aktie in bar abgelehnt, hieß es von GE.

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