Europäische Börsen
Eurostoxx büßt deutlich ein

Belastet von der weiter schwelenden Schuldenkrise in der Eurozone sind die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Montag mit deutlichen Kursverlusten in die neue Handelswoche gestartet. Der Eurostoxx 50 verlor zum Wochenstart 2,45 Prozent.

HB PARIS/LONDON. Die Freude der Börsianer über das Rettungspaket der europäischen Finanzminister für Irland habe nach dem freundlichen Handelsstart nicht lange gehalten, sagte Analyst Gregor Kuhn von IG Markets. Die EU-Finanzminister hatten am Wochenende grünes Licht für die Irland-Hilfen gegeben. Nun werde Portugal als nächster Wackelkandidat gesehen, sagte Kuhn, und die Unsicherheit bleibe hoch.

Der Eurostoxx 50 verlor zum Wochenstart 2,45 Prozent auf 2 669,96 Punkte. In der Vorwoche war der Eurozonen-Leitindex bereits um knapp vier Prozent abgerutscht. Der Pariser CAC-40-Index fiel am Montag um 2,46 Prozent auf 3 636,96 Punkte und auch der Londoner Leitindex Ftse 100 büßte klare 2,08 Prozent auf 5 550,95 Punkte ein.

Schwächster Sektor waren in Europa die Automobilwerte und Autozulieferer. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts rutschte um 3,08 Prozent ab. Aktienhändler sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem sich der Sektor im vergangenen Quartal besonders gut entwickelt habe - der Branchenindex gewann seit Anfang September knapp 38 Prozent. Renault-Papiere rutschten in Paris um 4,07 Prozent auf 41,245 Euro ab und Daimler verloren 3,40 Prozent auf 49,790 Euro.

Am Ende des Eurostoxx 50 fand sich mit der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (Bbva) eine spanische Bank wieder. Die Aktien büßten 4,32 Prozent auf 7,2 290 Euro ein. Die Papiere der italienischen Intesa Sanpaolo verbilligten sich um 4,11 Prozent auf 2,0 425 Euro. Aktien der französischen Credit Agricole fielen um 3,58 Prozent auf 9,700 Euro.

ACS-Titel gaben 1,88 Prozent auf 33,885 Euro ab. Einem "Spiegel"-Bericht zufolge will sich die deutsche Finanzaufsicht BaFin dem Übernahmeangebot für den deutschen Konkurrenten Hochtief in den Weg stellen. Die Aktien von BP verloren 1,78 Prozent auf 436,00 Pence. Der britische Energieriese sammelt weitere Mrd. ein, um die Folgen der Umweltkatastrophe am Golf von Mexiko finanzieren zu können. Zuletzt wurde die 60-Prozent-Beteiligung am argentinischen Öl- und Gasproduzenten Pan America Energy (PAE) für rund sieben Mrd. Dollar verkauft.

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