Europäische Börsen
Kreditkrise und UBS-Abschreibungen belasten

Die europäischen Börsen haben sich Montag schwach präsentiert. Befürchtungen um eine Verschärfung der Lage an den Kreditmärkten und Sorgen um eine Ausweitung der Abschreibungen im Finanzsektor angesichts der Subprime-Krise drückten weiterhin auf die Stimmung, hieß es am Markt.

dpa-afx PARIS/LONDON. Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 verlor gegen Mittag 1,48 Prozent auf 4 319,79 Zähler. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende Stoxx 50 gab 1,29 Prozent auf 3 673,77 Punkte ab. Der Euronext 100 sank um 1,33 Prozent auf 980,76 Zähler. In Paris verlor der CAC 40 1,47 Prozent auf 5 522,79 Punkte. Für den Londoner Ftse 100 ging es um 1,48 Prozent auf 6 303,20 Zähler nach unten.

Finanzwerte gerieten laut Händlern auch wegen der Unsicherheit über den weiteren Kurs der US -Notenbank unter Druck. Als Belastung erwiesen sich ebenfalls die Abstufungen von Aktien einiger US-Banken durch die Citigroup . Vor diesem Hintergrund fielen Titel von AXA 2,66 Prozent auf 26,72 Euro, und für die Papiere von Societe Generale ging es um 2,80 Prozent auf 97,85 Euro nach unten.

Darüber hinaus belasteten negativ aufgefasste Aussagen der UBS zu weiteren Abschreibungen die Kurse von Finanzinstituten. Händler verwiesen auf einen unbestätigten Pressebericht vom Sonntag, wonach die Schweizer Großbank mit weiteren Milliardenabschreibungen im Zuge der Subprimekrise rechne. Zwar seien die Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalkraft wie der Einstieg des Staatsfonds Government of Singapore Investment Corporation bei der UBS erfolgreich erfolgreich durchgeführt worden, schreiben die Experten der Bank Vontobel in einer aktuellen Studie. Dennoch bestehe immer noch das Risiko weiterer Abschreibungen im Zuge der Krise an den Kapitalmärkten.

Papiere von Provident Financial konnten angesichts der Verluste im Finanzsektor nicht von Nachrichten profitieren, wonach der Konsumfinanzierer für das laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinn im Rahmen der Markterwartungen rechnet. Die Anteile gaben 2,23 Prozent auf 790,50 Pence nach. Unterdessen bestätigten die Analysten von WH Ireland ihre "Buy"-Einschätzung und beließen das Kursziel bei 964 Pence. Die aktuellen Aussagen von Provident Financial bestätigten, dass sich das Geschäftsumfeld verbessert habe, hieß es. Zur Begründung verwiesen die Experten auf das steigende Kundenwachstum.

Aktien von BHP Billiton verloren 2,65 Prozent auf 1 504 Pence. In der angepeilten Mrd.übernahme des Bergbaukonzerns Rio Tinto durch seinen britischen Konkurrenten könnten sich einem Pressebericht zufolge britische Behörden einschalten. Das "Takeover Panel" erwäge die Setzung einer Frist für ein formelles Übernahmeangebot, berichtete "The Mail on Sunday". Titel von Glaxosmithkline (GSK) hielten sich nur etwas besser als der Gesamtmarkt und gaben 1,28 Prozent auf 1 307 Pence ab. Der britische Pharmakonzern wird sein Krebsmedikament Cervarix später als geplant in den Vereinigten Staaten lancieren. Grund für die Verzögerung der Zulassung ist laut GSK zusätzlicher Informationsbedarf der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA.

An der Börse in Paris fielen die Titel von Arcelormittal um 1,91 Prozent auf 48,69 Euro. Der Stahlkonzern hat den Verkauf seines amerikanischen Stahlwerkes Sparrows Point vorerst abgeblasen. Die Vereinbarung mit E2 Acquisition Corporation werde aufgekündigt, da die Gesellschaft die Finanzierung nicht schaffe, teilte der Weltmarktführer mit.

In Mailand brachen Aktien von Alitalia nach zwischenzeitlicher Handelsunterbrechung um 13,57 Prozent auf 0,6 545 Euro ein. Händler verwiesen auf die am Dienstag anstehende Entscheidung zum Verkauf der Fluggesellschaft. Das Management von Alitalia will dann seine Empfehlung für einen möglichen Käufer abgegeben. Die Aktie sei vor der Aussetzung extrem volatil gewesen, sagten Börsianer. /

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