Europäische Börsenindizes
Sorgen vor US-Berichtssaison

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Börsenindizes haben am Mittwochnachmittag ihre Tagesgewinne abgegeben und überwiegend knapp behauptet geschlossen. Händler verwiesen auf die schwache Wall Street und die Vorsicht der Anleger zum Beginn der US-Berichtssaison als Belastungsfaktoren. Zudem sei es nach dem stetigen Anstieg der vergangenen Tage zu Gewinnmitnahmen gekommen.

Für den Eurostoxx 50 endete der Handelstag 0,19 Prozent tiefer bei 4 293,20 Punkten. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende Stoxx 50 schloss indes kaum verändert zum Vortag mit plus 0,02 Prozent auf 3 787,15 Zähler. Der Euronext 100 fiel um 0,22 Prozent auf 1 013,64 Punkte. In Paris verlor der CAC 40 0,25 Prozent auf 5,751,92 Zähler. Der Londoner Ftse 100 gab 0,07 Prozent auf 6 413,30 Punkte ab.

Enel-Titel gaben als Schlusslicht im Eurostoxx 50 um 1,90 Prozent auf 8,15 Euro nach, nachdem der italienische Stromkonzern zusammen mit dem spanischen Mischkonzern Acciona für den spanischen Versorger Endesa ein Gebot von 41,30 Euro je Aktie vorgelegt hat. Die Offerte bewertet Endesa mit 43,67 Mrd. Euro. Acciona verloren 0,90 Prozent auf 171,00 Euro, Endesa legten um 0,62 Prozent auf 40,50 Euro zu.

Aktien von Telecom Italia verloren 1,22 Prozent auf 2,3 570 Euro. Der italienische Telekomkonzern rüstet sich Angaben von Dienstagabend zufolge für einen Eigentümerwechsel. In Anbetracht der erwarteten Änderungen in der Aktionärsstruktur habe das Unternehmen Investmentbanken mit der Ausarbeitung verschiedener Strategien beauftragt, hieß es in einer Mitteilung. Nach den kräftigen Gewinnen der vergangenen Tage komme es nun zu Gewinnmitnahmen, sagten Händler.

In Paris verlor das Papier von PPR am CAC-40-Ende 2,05 Prozent auf 130,30 Euro. Analysten befürchten einen zu hohen Übernahmepreis für den deutschen Sportartikelhersteller Puma , nachdem dessen Anleger die PPR-Offerte als zu niedrig kritisiert hatten. Mehrere Experten senkten ihre Einstufung für die Papiere des französischen Luxusgüterkonzerns.

Die Aktien von Ölunternehmen legten indes zu, nachdem der US-Ölpreis nach dem wöchentlichen Ölbericht des Energieministeriums stieg. Repsol verteuerten sich um 1,06 Prozent auf 25,68 Euro, und Total gewannen 0,67 Prozent auf 52,87 Euro. Bei den britischen Werten legten BP um 0,90 Prozent auf 559,50 Pence zu.

Die Titel von Sainsbury gehörten in London mit minus 2,32 Prozent auf 526,00 Pence zu den schwächsten Werten. Wie es aus dem Markt hieß, hat das vom Finanzinvestor CVC angeführte Interessentenkonsortium bestätigt, nicht mehr über eine Offerte nachzudenken. Daher habe das Analysehaus Seymour Pierce die Aktie von "Hold" auf "Sell" abgestuft.

Dagegen gewannen Aktien des Einzelhändlers Marks & Spencer 2,88 Prozent auf 715,00 Pence. Börsianer verwiesen auf eine positive Branchenstudie und Gerüchte um ein Interesse von Finanzinvestoren an dem Unternehmen - die Analysten von Seymour Pierce räumten letzteren allerdings wenig Gehalt ein.

Severn Trent Water stiegen nach einer positiven Studie um 1,02 Prozent auf 1 480,00 Pence. Morgan Stanley hat die Titel des Versorgers von "Underweight" auf "Equal-weight" hochgestuft.

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