Europäischer Aktienhandel
Börse in Zagreb bricht erneut ein

Die Börse in der kroatischen Hauptstadt Zagreb hat am Dienstag erneut dramatische Kursverluste erlitten. Während die dort gelisteten Unternehmen bereits im vergangenen Monat im Schnitt rund 15 Prozent Verluste verzeichnen mussten, gaben die Kurse am Dienstag schon zu Handelsbeginn um mehr als zwei Prozent nach.

HB ZAGREB. Die börsennotierten Firmen hätten allein am Montag 5,5 Mrd. Kuna (rund 740 Mill. Euro) eingebüßt, berechnete das staatliche Fernsehen. Analysten sprachen von einer Reaktion auf Äußerungen von Nationalbankgouverneur Zeljko Rohatinski, der vor einer Spekulationsblase bei Aktien und Immobilien gewarnt hatte.

Kroatiens Regierungschef Ivo Sanader beschuldigte die oppositionellen Sozialdemokraten (SDP), für die Kursverluste verantwortlich zu sein. Die SDP-Pläne zur Einführung einer fünf- bis zehnprozentigen Kapitalertragssteuer hätten die Entwicklung ausgelöst, behauptete Sanader am Dienstag in Zagreb. Während die Börse wegen des Kurseinbruchs vier Unternehmen vorübergehend vom Handel ausschloss, sahen zahlreiche Experten in der jüngsten Entwicklung eine gesunde „Korrektur“ der Kurse nach langer „Überhitzung“.

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