Europäischer Aktienhandel
Eurostoxx sollte zunächst weiter nachgeben

HB PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen werden am Freitag erneut mit Verlusten erwartet. Händler verwiesen am Morgen auf die erneut schwache Vorgabe der US-Börsen als Belastung. Der Dow Jones hat am Vorabend 2,26 Prozent verloren, konnte sich im späten Geschäft aber etwas vom Tagestief erholen. Im Vergleich zum Europa-Schluss verlor der US-Leitindex jedoch noch weitere 80 Zähler. In Tokio schloss der Nikkei 225 mit 2,36 Prozent im Minus. Für Bewegung könnte erneut die laufende Berichtssaison sorgen.

Die Citigroup berechnete den Eurostoxx 50 am Morgen bei 4 226 Zählern. Am Vortag hatte der europäische Leitindex 2,48 Prozent auf 4 252,92 Zähler verloren. IG Index sieht den Ftse 100 bei 6 206 Punkten, nachdem er am Donnerstag um 3,15 Prozent auf 6 251,20 Zähler nachgegeben hatte.

Im Fokus stehen die Aktien von LVMH mit Zahlen. Der französische Luxuskonzern hat im ersten Halbjahr bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Der operative Gewinn lag mit 1,398 Mrd. Euro um elf Prozent über dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr rechne man nun mit einem "signifikanten Wachstum". Bisher hatte Lvmh ein "starkes Wachstum" für 2007 angekündigt.

Am unteren Ende der Analystenschätzungen lagen die Zahlen von Valeo. Der Überschuss fiel im Jahresvergleich von 71 auf 38 Mill. Euro. Hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist dagegen Cap Gemini mit einem operativen Gewinn von 229 Mill. Euro im ersten Halbjahr.

Eine positive Überraschung für die Anleger lieferte Saint-Gobain. Der französische Baustoffhersteller hat nach einem überraschend starken Gewinnsprung im ersten Halbjahr seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Der operative Gewinn werde im Gesamtjahr im zweistelligen Prozentbereich wachsen, kündigte das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss in Paris an. Der bereinigte Überschuss solle um mindestens 20 Prozent zulegen.

Im Blick stehen auch die Aktien von Lagardere . Der französische Medienkonzern hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 6,8 Prozent auf 3,955 Mrd. Euro gesteigert. Auf vergleichbarer Basis seien die Erlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,2 Prozent gewachsen. Die Jahresprognose wurde bestätigt.

Zweistellige Umsatzzuwächse verzeichnet der französischen Atomkonzern Areva. Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse um 13,4 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro, der Auftragseingang habe per Ende Juni um 31 Prozent auf 33,5 Mrd. Euro zugelegt und befinde sich damit auf einem Rekord-Hoch, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Für das Gesamtjahr 2007 gehe Areva weiterhin von starken Umsatz-Wachstumsperspektiven aus, hieß es weiter.

In Paris stehen unter anderem noch Michelin mit Halbjahreszahlen auf dem Programm. Analysten rechnen mit einem starken Anstieg der Marge auf mehr als zehn Prozent, die der Bilanz Auftrieb geben sollte.

In London rücken Medien-Werte in den Blick. British Sky Broadcasting, Reuters Group und United Business Media stehen mit Zahlen im Fokus. Bskyb konnte mit seinem operativen Gewinn die Prognosen übertreffen und stellte eine Anhebung der Jahresdividende um 27 Prozent auf 15,5 Pence je Aktie in Aussicht. Bei Reuters stehen derzeit laut Börsianern weniger die Zahlen, sondern der Zusammenschluss mit Thomson Corp. im Blickfeld.

Abseits des Zahlenreigens sollten die Aktien von Qiagen beobachtet werden. Das Biotechnologie-Unternehmen hält nach Ablauf der Tauschfrist von Papieren des US-Wettbewerbers Digene in eigene Anteilsscheine etwa 94,6 Prozent an dem Konkurrenten.

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