Europäischer Aktienhandel
Vereinzelte Gewinnmitnahmen an Europas Börsen

dpa-afx PARIS/LONDON. Die Aktienmärkte in Europa haben am Freitag überwiegend knapp behauptet geschlossen. Händler verwiesen auf die Entwicklung an den amerikanischen Aktienmärkten, wo die Kurse kurz vor Handelsschluss in Europa ins Minus gerutscht waren. Darüber hinaus sei es an den europäischen Börsen nach der Bekanntgabe positiver Gewinnzahlen einzelner Unternehmen und besser als erwartet ausgefallenen Daten zu den US-Konsumausgaben teilweise zu Gewinnmitnahmen gekommen.

Der britische Leitindex FTSE 100 fiel um 0,26 Prozent auf 6 308,00 Punkte. Der Stoxx 50 , der auch britische Werte umfasst, verlor 0,21 Prozent auf 3 708,80 Zähler. Der Euronext 100 sank um 0,03 Prozent auf 992,32 Punkte. In Paris stieg der CAC 40 um 0,05 Prozent auf 5 634,16 Zähler. Der Eurostoxx 50 gewann 0,02 Prozent auf 4 181,03 Punkte. Der Euronext 100 sank um 0,03 Prozent auf 992,32 Punkte.

Aktien von Iberia gaben in Madrid 0,25 Prozent auf 3,99 Euro ab. Die spanische Fluggesellschaft hat eine Anfrage von der Beteiligungsgesellschaft TPG Capital erhalten. Die Texas Pacific Group erwägt nach Angaben von Iberia eine Offerte in Höhe von 3,6 Euro je Aktie. TPG habe um Einblick in das Unternehmen gebeten und wolle diese Informationen in den nächsten 20 bis 30 Werktagen sichten. Händlern zufolge hatte der Markt mit einem Angebot von 4,00 Euro je Aktie gerechnet.

In Österreich fielen die Aktien von Böhler-Uddeholm um 1,17 Prozent auf 71,55 Euro. Der vor der Übernahme durch Voestalpine stehende Edelstahlhersteller hat seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr geringfügig angehoben.

An der Börse in London verloren Papiere von Vodafone 4,31 Prozent auf 135,50 Pence. Händler verwiesen auf eine Analystenkonferenz des Mobilfunkanbieters, bei der es um Kosteneinsparungen in Europa ging. Vodafone will wegen des Preisverfalls in den gesättigten Märkten seine Kosten in Europa senken und zudem von der hohen Nachfrage nach DSL-Anschlüssen profitieren. Am Morgen teilte das Unternehmen mit, von einer engen Zusammenarbeit mit der Konzernschwester Arcor erhoffe man sich Kosteneinsparungen im Volumen von 50 Mill. Euro.

British Airways sanken nach einem negativen Analystenkommentar um 2,41 Prozent auf 486,00 Pence. ABN Amro hat die Titel der Fluggesellschaft von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 540 auf 430 Pence gekürzt. Die Bank hatte wegen des Luftverkehrsabkommens "Open Skies" zwischen den USA und der Europäischen Union ihre Gewinnprognosen für British Airways gekürzt. Das Abkommen sieht eine Liberalisierung des transatlantischen Flugverkehrs vor.

Titel von Alliance Boots gaben nach einer erhöhten Übernahmeofferte um 0,05 Prozent auf 1 026,50 Pence ab. Der Alliance Boots-Manager Stefano Pessina und die Private-Equity-Gesellschaft KKR haben ihr Angebot für die britische Drogerie- und Apothekenkette von 10,00 Pfund je Aktie auf 10,40 Pfund je Aktie erhöht. Alliance Boots will den Bietern nun Einblick in die Bücher gewähren. Das erste Angebot hatte das Unternehmen abgelehnt.

Kingfisher-Aktien stiegen dagegen einen Tag nach der Vorlage von Zahlen bis zum Mittag um 2,96 Prozent auf 278,50 Pence. Die "Times" hatte berichtet, der Private-Equity-Bereich von Goldman Sachs habe sich in den vergangenen zwei Monaten mit einem Angebot für die britische Baumarktkette auseinandergesetzt. Die Deutsche Bank erhöhte unterdessen das Kursziel für Kingfisher von 215 auf 235 Pence, das Votum blieb aber "Sell".

Cap Gemini setzten sich im CAC 40 an die Spitze mit einem Plus von 2,60 Prozent auf 57,15 Euro. Exane BNP Paribas hatte die Titel von "Neutral" auf "Outperform" angehoben.

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