Europas Banken brechen ein
Deutsche Bank auf neuem Allzeittief

Die Kurse vieler europäischen Banken stürzten am Dienstag ab. Die Commerzbank brach ein, Unicredit wurde sogar zeitweise vom Handel ausgesetzt. Die Deutsche Bank musste am Abend einen historischen Tiefschlag hinnehmen.

Frankfurt/DüsseldorfAn den Börsen in Europa haben die Anleger am Dienstag voll auf Risikovermeidung gesetzt. Insbesondere schwache Bankaktien drückten die meisten der großen Länderindizes zwischen einem und phasenweise mehr als zwei Prozent auf die tiefsten Stände seit rund zwei Wochen.

Europaweit gerieten Banken unter mächtigen Abgabedruck, obgleich die Europäische Bankenaufsicht nach ihrem Stresstest der allergrößten Mehrheit eine ausreichende Kapitalisierung attestiert hatte. Dazu zählte auch die Commerzbank, die nach ihrem Abschied vom bisherigen Gewinnziel mit 9,2 Prozent Kursverlust im Dax fast doppelt so stark nachgab wie die Deutsche Bank, die 4,8 Prozent im Minus schloss. Die Commerzbank erreicht damit ein Allzeittief, die Deutsche Bank unterschritt ihren Tiefststand zumindest kurz vor Handelsschluss.

Unicredit waren zeitweise vom Handel an der Borsa Italiana ausgesetzt und sanken wegen Spekulationen auf eine Kapitalerhöhung zuletzt 7,6 Prozent, während die am Vorabend noch freundlich Monte dei Paschi als letztplatzierte Aktie im Mib 11,6 Prozent einbrach. Ministerpräsident Matteo Renzi sicherte eine marktkonforme Lösung für den Umgang mit faulen Krediten bei der Problembank zu.

Andere Banken mit weit überdurchschnittlichen Kursverlusten waren etwa die Athener Alpha Bank mit 6,3 Prozent, die UBS mit zwischenzeitlich 6,7 Prozent Minus, die Credit Suisse mit zwischenzeitlich 6,3 Prozent und die im Stresstest schwache Bank of Ireland mit 5,8 Prozent.

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