Europas Börsen
Eurostoxx kurz über 3 000 Punkten

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Dienstag erneut moderate Kursgewinne verzeichnet.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Dienstag erneut moderate Kursgewinne verzeichnet. Wie schon in den vergangenen Handelstagen sei die Nachrichtenlage insgesamt dünn geblieben und auch die Konjunkturdaten aus den USA hätten dem Markt keinen starken Impuls geben können, sagten Börsianer. Somit bleibe das Volumen gering. Dank der positiven Stimmung kletterten die Kurse in der kleinen Jahresendrallye dennoch weiter nach oben und die Indizes schlossen auf ihren Jahreshochs.

Der Eurostoxx 50 legte um 0,32 Prozent auf 2 992,08 Punkte zu. Im Verlauf hatte der europäische Leitindex kurz die 3 000-Punkte-Marke überwunden und den höchsten Stand seit Oktober 2008 markiert. In Paris stieg der CAC-40-Index um 0,33 Prozent auf 3 959,98 Zähler. An der Börse in London rückte der Leitindex Ftse 100 um 0,65 Prozent auf 5 437,61 Punkte vor und stand damit so hoch wie seit September 2008 nicht mehr.

Erneut zählten Versorger und Rohstoffwerte zu den Favoriten im europäischen Handel: Eon-Aktien verteuerten sich als zweitbester Wert in dem Index um 1,89 Prozent auf 29,61 Euro. Arcelormittal legten um 1,58 Prozent auf 32,555 Euro zu. Der weltgrößte Stahlkonzern hat über eine Tochtergesellschaft erneut eine Wandelanleihe begeben. Die Schuldverschreibung beläuft sich auf 750 Mill. Dollar und hat eine Laufzeit von 17 Monaten.

Rohstofftitel waren dank steigender Metallpreise europaweit gefragt - in London zählten Antofagasta mit plus 3,96 Prozent auf 972,50 Pence und Lonmin , die sich um 3,24 Prozent auf 1 893 Pence verteuerten, zusammen mit anderen Minenwerten zu den größten Gewinnern. Ölwerte konnten ihre zunächst positivere Tendenz angesichts des bröckelnden Ölpreises nicht über die Ziellinie retten. Der schwächere Euro belastete Öl. Royal Dutch Shell endeten unverändert bei 1916,69 Pence, BP büßten 0,58 Prozent auf 607,88 Pence ein.

Fluggesellschaften zählten auch zu den Verlierern, wobei British Airways mit minus 1,56 Prozent auf 191,00 Pence zweitschwächster Wert im "Footsie" waren. Laut "Daily Mail" dürften die verschärften Sicherheitsmaßnahmen auf Flügen in die USA nach dem vereitelten Anschlag zu weiteren Problemen bei der britischen Fluggesellschaft führen. Air France-KLM verloren 0,76 Prozent auf 11,11 Euro.

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