Europas Börsen im Überblick
Preisverfall bei den Metallen hält an

Sehr unterschiedlich fallen am Montagmorgen die Vorgaben der Weltleitbörsen aus New York und Tokio aus. Während Börsianer in Europa mit den Vorleistungen ihrer US-Kollegen vom Freitag zufrieden sein dürften, gab es an der Börse in Tokio wieder einmal einen kräftigen Rücksetzer.

HB FRANKFURT. Der Nikkei-225 brach um 2,3% ein, unter anderem belastet von nachgebenden Rohstoffpreisen. Neben diesen alltäglichen Vorgaben für die mutmaßliche Tendenz in Europa gibt es zum Wochenauftakt kaum Impulse. Allerdings könnten der weiter feste Dollar und der fallende Ölpreis den Bullen auf dem Parkett den Rücken stärken. Die Vorbörsenindikation für den Euro-Stoxx-50 lautet auf 3.695 Punkte, nachdem der Index auch exakt auf diesem Niveau ins Wochenende gegangen war.

Preisverfall bei den Metallen hält an

Was bereits in Tokio den Index belastete, dürfte auch in Europa ein Thema werden. Teilweise deutliche Preisrückgänge bei den Metallen lassen zum Wochenstart weitere Gewinnmitnahmen bei Rohstoff- und Minenwerten erwarten. Nach dem Preisverfall im Kupfer am Freitag scheint sich nach Aussage eines Händlers diese Entwicklung im asiatischen Handel fortzusetzen. Auch die Stahlpreise deuteten im chinesischen Handel eine rückläufige Tendenz an. BHP Billiton notierten in Sydney bereits 3,5% leichter, Rio Tinto gaben sogar um 4,5% nach.

Börsenbetreiber weiter Lieblingsthema der Wirtschaftspresse

Das „Wer mit wem“ der Börsenbetreiber geht mit unveränderter Geschwindigkeit durch die Presse. Die britische Zeitung „Mail on Sunday“ berichtet, dass die australische Bank Macquarie ihre feindliche Offerte für die Londoner Börse (LSE) in dieser Woche auf über 700 Pence erhöht. Dies könnte nach Einschätzung eines Händlers dazu führen, dass die Londoner Börse Gespräche mit der Euronext sucht. Die Deutsche Börse dürfte sich einem Bericht in der „Financial Times“ zufolge unterdessen um einen US-Partner bemühen, sollte der gewünschte Zusammenschluss mit dem europäischen Börsenbetreiber nicht zustande kommen. Diese Fantasie ist allerdings inzwischen schon so lange am Markt, dass es kaum noch Auswirkung auf den Börsenkurs haben dürfte, sagt ein anderer Händler.

Fleißige Deutsche-Bank-Analysten

Auf der Analysenseite tun sich die Experten der Deutschen Bank am Morgen hervor, zumindest was die Anzahl ihrer Neubewertungen betrifft. Gleich fünf Mal haben die Analysten zugeschlagen. Am ehesten ist dabei den erhöhten Kurszielen für Eon und RWE zuzutrauen, die Branchenwerte insgesamt zu stützen. Daneben hat die Deutsche Bank die Kursziele für Lloyds TSB, Schwarz Pharma und Puma erhöht, wobei letztere auch in den Gusto einer „Buy“-Bewertung nach zuvor „Hold“ gekommen sind.

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