Eurostoxx 50
Finanzbranche enttäuscht europäische Börsen

Nach enttäuschenden Nachrichten aus der Finanzbranche sind die europäischen Börsen am Dienstag mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Eurostoxx 50 verlor 0,70 Prozent auf 3 845,08 Punkte.

HB LONDON/PARIS. Der Stoxx 50 , der auch schweizerische und britische Werte umfasst, gab 0,58 Prozent auf 3 262,20 Zähler ab. Der Euronext 100 sank um 0,42 Prozent auf 896,54 Punkte. In Paris büßte der CAC 40 0,44 Prozent auf 5 040,92 Punkte ein. Der Londoner Ftse 100 schloss prozentual nahezu unverändert bei 6 215,20 Zählern. Absolut gerechnet verlor der "Footsie" 0,3 Zähler.

Händler begründeten die Verluste an den europäischen Handelsplätzen mit negativ aufgenommenen Quartalsberichten Schweizer Banken und Versicherer, welche europaweit zu Verlusten in der Finanzbranche geführt hätten. Im Sog der Nachrichten verloren etwa die Titel von Societe Generale 2,61 Prozent auf 76,40 Euro. Die Aktien von Credit Agricole gaben 2,36 Prozent auf 21,96 Euro ab.

In London verloren Aktien von Lloyds TSB Group trotz eines optimistischen Zwischenberichts 2,98 Prozent auf 435,63 Britische Pence. Börsianern zufolge kritisierten Anleger vor allem die Abschreibungen in Höhe von 387 Mill. Pfund. Die Titel von British Airways verbilligten sich um 3,92 Prozent auf 238,88 Pence. Die Fluggesellschaft hatte im April bei gesunkener Auslastung weniger Fluggäste befördert als ein Jahr zuvor. Darüber hinaus rechnet die Deutsche Bank mit steigenden Kosten für British Airways wegen des hohen Ölpreises, aber auch wegen des neuen Terminals am Londoner Flughafen Heathrow.

Tullow Oil-Titel sprangen hingegen um 24,14 Prozent auf 943,50 Pence hoch. Das Ölunternehmen hatte bei der Untersuchung des Jubilee-Ölfelds vor der Küste von Ghana ein erhebliches Vorkommen an Leichtöl entdeckt. Das könnte dem Unternehmen zufolge zu einer deutlichen Anhebung der Rohstoff-Schätzungen für das Feld führen.

Außerdem profitierten in London schwer gewichtete Minenwerte erneut von Übernahmefantasien. BHP-Billiton-Chef Marius Kloppers wird einem Bericht der "Financial Times" zufolge bei der Übernahmeschlacht um Rio Tinto erneut in die Offensive gehen. Kloppers werde bei einem Analystentreffen die Gelegenheit nutzen, um zu betonen, dass BHP Billiton in den kommenden Jahren mindestens genauso schnell wachsen kann wie sein kleinerer Konkurrent. Rio Tinto hatte seine Wachstumsaussichten betont, um die Ablehnung des Angebots von Billiton zu begründen. Rio Tinto gewannen 4,06 Prozent auf 6 354,00 Pence. BHP Billiton-Aktien stiegen um 3,84 Prozent auf 1914,00 Pence, und Titel von Rio Tinto kletterten um 4,06 Prozent auf 6 354,00 Pence. Auch andere Minentitel standen im Plus. So gewannen Aktien von Kazakhmys 3,95 Prozent auf 1 745,00 Pence, und für die Titel von Anglo American ging es um 1,91 Prozent auf 3 477,00 Pence nach oben.

In Paris gaben die Papiere von Veolia Environnement als schwächster Wert im CAC-40-Index 6,30 Prozent auf 43,01 Euro ab. Nach Einschätzung von Cheuvreux hatte der Versorger seinen Umsatz stärker gesteigert als erwartet. Aktien von Suez legten nach Zahlen dagegen um 2,76 Prozent auf 45,85 Euro zu. Der französische Versorger hatte seinen Umsatz im ersten Quartal kräftig gesteigert. Der operative Gewinn kletterte von 1,5 Mrd. auf 1,7 Mrd. Euro und der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 2,1 Mrd. auf 2,3 Mrd. Euro.

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