Eurostoxx 50
Technologie- und Minenwerte treiben Europas Börsen an

Paris/London (dpa-AFX) – Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Mittwoch im Plus geschlossen und damit an ihre Aufwärtsentwicklung vom Vortag angeschlossen. Positive Unternehmensnachrichten etwa aus dem Technologie- und Minensektor hätten die Kurse angetrieben, sagten Händler. Darüber hinaus seien die Investoren nach den kräftigen Verlusten der letzten Woche wieder auf Schnäppchenjagd gegangen.

Der Eurostoxx 50 gewann 0,61 Prozent auf 4 338,28 Zähler. Für den auch britische Werte umfassenden Stoxx 50 ging es um 0,57 Prozent auf 996,51 Punkte nach oben. In Paris rückte der CAC 40 um 1,35 Prozent auf 5 613,60 Punkte vor. Der Londoner Ftse 100 stieg um 1,10 Prozent auf 6 432,10 Zähler.

Für Alcatel-Lucent ging es getrieben von positiven Studien um 4,09 Prozent auf 5,86 Euro nach oben. Merrill Lynch stufte die Aktie des Telekomausrüsters aus Bewertungsgründen von "Sell" auf "Neutral" hoch. JP Morgan nahm die Beobachtung mit "Overweight" und einem Kursziel von 7,00 Euro auf. Angesichts eines Gewinnsprungs bei dem Wettbewerber Tokyo Electron verteuerten sich auch Aktien des niederländischen Ausrüsters der Chipindustrie Asml um 1,99 Prozent auf 23,09 Euro.

Arcelormittal gewannen 1,61 Prozent auf 49,82 Euro. Der weltgrößte Stahlkonzern hatte im dritten Quartal mit einem Gewinnwachstum seine selbst gesteckten Ziele erreicht und die Dividende erhöht. Cheuvreux stufte das Papier dennoch von "Outperform" auf "Underperform" ab. Der Ausblick für das vierte Quartal bleibe hinter ihren Prognosen zurück, begründeten die Analysten ihre neue Einschätzung.

Unicredit-Papiere fielen leicht um 0,02 Prozent auf 5,6 000 Euro. Die italienische Großbank hatte zwar im dritten Quartal den bereinigten Gewinn deutlich erhöht und damit das obere Ende der Analystenschätzungen erreicht, in absoluten Zahlen aber weniger verdient als ein Jahr zuvor.

In London rückten HSBC-Titel nach Zahlen um 2,79 Prozent auf 866,00 Pence vor. Die britische Großbank sieht im bisherigen Verlauf des vierten Quartals keine Notwendigkeit von weiteren Milliardenabschreibungen. Seit Ende September habe es keinen massiven weiteren Korrekturbedarf wegen der Subprime-Krise gegeben. Händlern zufolge beruhigte das die Anleger, die weitere Belastungen gefürchtet hätten.

Das Bergbauunternehmen Lonmin hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines Rückgangs beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) die Markterwartungen leicht übertroffen. Für 2008 bestätigte das Unternehmen den Ausblick für die Umsätze mit Platin, warnte aber vor steigenden Kosten. Die Aktie stieg um 4,00 Prozent auf 3 200,00 Pence.

Titel von Sainsbury gaben nach anfänglichen Gewinnen um 2,99 Prozent auf 413,00 Pence nach. Die Supermarktkette hatte mit ihren Halbjahreszahlen das obere Ende der Analystenschätzungen erreicht. Die Experten von Landsbanki lobten zwar die Zahlen. Das angekündigte Gemeinschaftsunternehmen mit Land Securities habe aber Hoffnungen auf die Freisetzung von Werten geschürt, die sich nicht erfüllten. Trotz des Drucks durch den Großaktionär Robbie Tchenguiz ist Sainsbury gegen eine Aufspaltung in separate Gesellschaften für das operative Geschäft und den Immobilienbestand des Unternehmens. Land Securities verloren 1,47 Prozent auf 1 545,00 Pence.

Am Indexende fielen Papiere von Alliance & Leicester um 3,04 Prozent auf 669,00 Pence. Händler verwiesen auf ein Gerücht, dass die britische Bank ihre Kreditlinie in Anspruch nehmen müsse. Andere Börsianer sprachen davon, dass Kreditlinien gekündigt worden seien.

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